Der Jurypräsident Gantenbein (rechts) will es genau wissen, Andi Götz, Maruša Zorec und Dominique Gauzin-Müller hören zu. Fotos: Martina Derszniak Noirjean

Dreissig Bauten

Dreissig Bauten hat die Jury von «Constructive Alps» für die zweite Runde nominiert. Der alpenweite Architekturwettbewerb wird drei Beiträgen 50'000 Euro, viel Ruhm und Ehre vergeben.




Die Schweiz und Liechtenstein führen zum vierten Mal den Wettbewerb «Constructive Alps» durch. Die Jury hat in einer ersten Runde aus 268 Eingaben dreissig Bauten nominiert. In den kommenden Wochen wird sie die Bauten, Architektinnen, Bewohner und Bauherren im ganzen Alpenraum besuchen, darunter so unterschiedliche Gebäudetypen wie einen Kindergarten und eine Volksschule im vorarlbergischen Brand (A), das Weingut Schmidt in Wasserburg bei Lindau (D) und die Maison Commune du Lac d‘Aiguebelette in Nances (F). Zehn Bauten stehen in den Schweizer Alpen – sieben allein im Kanton Graubünden vom Fussballstadion Schluein bis zur Alp Glivers, vom Theater Origen bis zum Strohhaus von Susch. Die Jury wird die Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz, die Wahl von ökologischen und regionalen Baustoffen, den Gewinn an Lebensqualität für die Nutzerinnen und Nutzer ebenso bewerten wie die baukünstlerische Exzellenz. Sie wird sich Ende Juni in Poschiavo treffen, um die Gewinner zu wählen.

Der «Internationale Preis für nachhaltiges Sanieren und Bauen in den Alpen. Constructive Alps» spannt den Bogen über die Ländergrenzen des Alpenraums hinweg. Er ist ein bodenständig handfestes Resultat der Alpenkonvention und trägt dazu bei, deren Klimaaktionsplan mit anschaulicher Exzellenz umzusetzen. In der Jury sitzen Leute aus dem Alpenbogen: Anne Beer (Deutschland), Dominique Gauzin-Müller (Frankreich), Maruša Zorec (Slowenien), Giancarlo Allen (Italien), Helmut Dietrich (Österreich), Andi Götz (Schweiz), Robert Mair (Liechtenstein) und als Jurypräsident amtet Hochparterres Chefredakter Köbi Gantenbein.

Die Preisverleihung findet am 20. Oktober 2017 im Alpinen Museum in Bern statt. Gleichenorts startet eine Wanderausstellung zu den nominierten Beiträgen. Eine Begleitpublikation dazu erscheint als ein Themenheft von «Hochparterre».

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