Redaktor Palle Petersen mag den Boden der Realität, wo genug passiert und genug zu tun ist.

Die verpatzte Biennale

In Venedig gibt es Kunst, Konzepte, Klagelieder und am Ende einen Müllberg. Eine kluge Biennale würde räumlich-konstruktive Antworten liefern und vor Ort wirken.

«How will we live together?» Diese Frage wollte Kurator Hashim Sarkis mit der 17. Architekturbiennale in Venedig beantworten. Und zwar in fünf Massstäben, vom Menschen bis zum Planeten. In seiner Erklärung beschreibt der libanesische Professor und Architekturdekan des Massachusetts Institute of Technology eine Welt am Abgrund: Demokratie, Klima, Migration, Zersiedlung, Medien, Ungleichheit, Polarisierung – überall Krisen. Dazu noch die Pandemie. Doch so düster sein Blick auf die Welt, so übersteigert sein Glaube an die Architektur: Weil die Politik versagt, sollen Architektinnen nun einen neuen ‹spatial contract› entwickeln. Der Architekt als gesellschaftlicher Erlöser, ist das nicht längst passé? Gewiss, die grosse Awareness-Schau liefert einen Überblick über das, was nicht nur die Disziplin beschäftigt. Mit 112 Beiträgen aus 46 Ländern bemühte sich Sarkis, nicht nur westlichen Männern einen Auftritt zu verschaffen. Und es gibt interessante Beiträge: Ein chinesisches Siedlungsprojek...
Die verpatzte Biennale

In Venedig gibt es Kunst, Konzepte, Klagelieder und am Ende einen Müllberg. Eine kluge Biennale würde räumlich-konstruktive Antworten liefern und vor Ort wirken.

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