Peter Märkli vor einem Relief seines Lehrmeisters, des Bildhauers Hans Josephsohn. Fotos: Katalin Deér

«Die Grammatik der Architektur ist in uns»

Peter Märkli hört auf, an der ETH zu lehren. Eine Ausstellung und ein Katalog blicken zurück auf vierzehn Jahre Entwurfslehre, die gleichzeitig Sprachschule war.

Peter Märkli hört auf, an der ETH zu lehren. Eine Ausstellung und ein Katalog blicken zurück auf 14 Jahre Entwurfslehre, die gleichzeitig Sprachschule war. Vor Beginn jedes Semesters nennen alle Architekturstudierenden der ETH Zürich die Entwurfsprofessur, bei der sie studieren möchten. Diejenige von Peter Märkli gehörte dabei immer zu den gefragtesten. Viele wollten bei ihm studieren, schätzten sein Charisma und seine kategorischen Sätze, wollten von ihm die ‹Sprache der Architektur› lernen und verstehen, was es mit seinen kleinen, naiv anmutenden Zeichnungen auf sich hat. Oder sie standen mit ihm auf einer Seminarreise vor romanischen Kirchen in Frankreich, Palladio-Bauten in Norditalien oder Bildern von Cézanne in Paris. Letztes Jahr hörte Peter Märkli auf, an der ETH zu lehren. Das Departement Architektur verabschiedet ihn Ende Februar mit einer Ausstellung und einer Publikation zu seiner Lehre. Im Katalog führt Laurent Stalder mit Märkli ein langes Gespräch, von dem wir hier einen Ausschnitt vorab publizieren.Ein durchgängiges Thema deiner Lehre an der ETH ist die Auseinandersetzung mit dem Wohnen oder, wie du es (…) formuliert hast, mit Lebensvorstellungen.Peter Märkli: Der Wohnungsbau ist ohne Zweifel diejenige Entwurfsaufgabe, die am meisten Erfahrung erfordert. Es ist jedoch auch diejenige Aufgabe, für welche die Studenten und Studentinnen die grösste Erfahrung mitbringen. Ihre Vorstellungen und die damit verbundenen Sehnsüchte müssen sie in den Entwurf einbringen. Deshalb ist unser Anspruch im Wohnungsbau besonders hoch. Umso mehr erstaunt es mich, dass zahlreiche Studierende, die in der Regel kurz vor dem Diplom stehen, in den Semestern zuvor noch nie einen Wohnungsbau entworfen haben.Wie lassen sich einzelne Lebensvorstellungen übersetzen?Im Zentrum der Arbeit eines Architekten steht immer der Mensch. Deshalb erachten wir es als eine der Hauptaufga...
«Die Grammatik der Architektur ist in uns»

Peter Märkli hört auf, an der ETH zu lehren. Eine Ausstellung und ein Katalog blicken zurück auf vierzehn Jahre Entwurfslehre, die gleichzeitig Sprachschule war.

E-Mail angeben und weiterlesen:

Dieser Beitrag ist Teil unseres Abos. Trotzdem möchten wir Ihnen Zugriff gewähren. Geben Sie uns Ihre E-Mail-Adresse und wir geben Ihnen unseren Inhalt – Deal?