Heinrich Klotz (Foto: Freek van Arkel) Fotos: DAM

Der Pomo-Papst

Der Kunsthistoriker Heinrich Klotz gilt als Siegfried Giedion der Postmoderne und war Gründer des Deutschen Architekturmuseums. Wie Klotz arbeitete, zeigt die Jubiläumsausstellung zum 30. Geburtstag des Museums.

Die Schweiz blieb von Eskapaden postmoderner Architektur (Pomo) weitgehend verschont. Das wird einem erst so richtig bewusst, wenn man durch eine Stadt wie Frankfurt spaziert. Hier donnert die endlose Kolonnade der Schirn-Kunsthalle über den Römer-Hügel, gleich dahinter weckt die kunterbunte Häuserreihe in der Saalgasse den Spieltrieb, und ein paar Strassen weiter bleibt der Blick am süsslichen Tortenstück von Holleins Museum für Moderne Kunst kleben – nirgendwo sonst in Europa ist diese mitteilungsfreudigste Architekturrichtung des 20. Jahrhunderts lauter vertreten als hier.Zu verdanken hat die Bankenmetropole dies dem Kunsthistoriker Heinrich Klotz (1935–1999). Das von ihm 1984 gegründete Deutsche Architekturmuseum (DAM) war das weltweit erste seiner Art. Seine Architektur sorgte für Aufsehen. Für die einstige Villa am Mainufer, die Oswald Mattias Ungers programmatisch umkrempelte, sammelte Klotz als erster Museumsdirektor die Zeugnisse der aktuellen Architekturströmung, die mit der ersten Ar...
Der Pomo-Papst

Der Kunsthistoriker Heinrich Klotz gilt als Siegfried Giedion der Postmoderne und war Gründer des Deutschen Architekturmuseums. Wie Klotz arbeitete, zeigt die Jubiläumsausstellung zum 30. Geburtstag des Museums.

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