Der üppig ausgemalte Tagungsraum des Eisenbahnrates im 1. Obergeschoss des St.Galler Bahnhofs präsentiert sich wie ein Theatersaal. Fotos: Jürg Zürcher

Der neubarocke St.Galler Bahnhof

Der Bahnhof St.Gallen, ein verspätetes Werk des Neobarock, wurde 1913 nach Plänen von Alexander von Senger, fertiggestellt. Jetzt gibt es dazu einen neuen Kunstführer.

Dem Bau des St.Galler Bahnhofsgebäudes waren lange Diskussionen vorausgegangen. Schon im Wettbewerb für den Bahnhofplatz von 1905 – Bahnhof und Post wurden neu geplant – gab es keinen Sieger, sondern drei Projekte, die alle ex aequo mit dem zweiten Preis ausgezeichnet wurden. Sie stammten von den damals bekannten Architekturbüros Pfleghard & Haefeli – die später die Hauptpost gegenüber bauen durften –, von Curjel & Moser sowie von Kuder & von Senger. Letztere bauten drei Jahre nach dem Wettbewerb, allerdings lösten die beiden Architekten ihr gemeinsames Büro auf und Alexander von Senger überarbeitete das Projekt noch einmal. Von Senger selber empfand später, in den 1930er-Jahren, den Baustil der Moderne als «bolschewistische Bedrohung» und publizierte dazu mehrere Schriften. Er wurde deshalb 1934 als Nazi-Spitzel ausgewiesen, kam aber nach dem Zweiten Weltkrieg in die Schweiz zurück. Der Bahnhof ist aussen der St.Galler Kathedrale nachempfunden und er war im Innern ein üppig v...
Der neubarocke St.Galler Bahnhof

Der Bahnhof St.Gallen, ein verspätetes Werk des Neobarock, wurde 1913 nach Plänen von Alexander von Senger, fertiggestellt. Jetzt gibt es dazu einen neuen Kunstführer.

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