Ein Stück Welt verbessern: 
Sra Pou Berufsschule in Kambodscha von Rudanko + Kankkunen Fotos: Anssi Kankkunen

Der Architekt als Entwicklungshelfer

Welche Relevanz hat Architektur für die globale Gesellschaft von heute? Diese Frage steht im Zentrum einer Ausstellung und eines Symposiums am Deutschen Architekturmuseum DAM in Frankfurt. «Think Global, Build Social!» spinnt die MOMA-Schau «Small Scale – Big Change» weiter. Sie zeigt viele verschiedene Projekte, Haltungen und Motivationen und lässt nachdenken über die heutige Rolle des Architekten.

Francis Kéré lehrt an der Harvard University, hat sein Büro in Berlin und baut in Burkina Faso – einer der heute üblichen Jet-Set-Architekten? Weit gefehlt: Kéré baut in seiner Afrikanischen Heimat mit lokalen Materialien sozial engagierte Projekte. Er ist ein Stararchitekt mit Gewissen, ein bauender Entwicklungshelfer und er liegt damit im Trend. Einem Trend, den das Deutsche Architekturmuseum in Frankfurt (DAM, gemeinsam mit dem Architekturmuseum München und dem Architekturzentrum Wien) eine Ausstellung widmet. Der Kurator der Ausstellung, Andres Lepik, ist frischer Direktor des Architekturmuseums München. Vor drei Jahren betreute er am Museum of Modern Art (MOMA) die Schau «Small Scale – Big Change». Zehn Projekte von sozial engagierten Architekten waren damals in New York zu sehen. Für seine neue Ausstellung in Frankfurt sortierte Lepik die Hipster à la Graft mit Brad Pitt aus. Haltung war gefragt! Er versammelt 22 Teams, dich sich zumeist selber beauftragt haben. «Welche Relevanz», so die zentrale Frage, «hat Architektur für die globale Gesellschaft von heute?» Mit «Think Global, Build Social!» gibt der Ausstellungstitel die Antwort. Ausrufezeichen!Das eröffnende Symposium zeigte, wie vielschichtig diese Haltung sein kann, die immer gerne als Gutmenschentum abgetan wird. Von der Norwegerin Line Ramstad, die in einem Thailändischen Dorf Häuser für Flüchtlinge baut bis zum multimedialen Entertainer Hubert Klumpner, der zusammen mit Alfredo Brillembourg an der ETH Zürich lehrt und Netzwerke spinnt, zwischen den Favelas in Caracas und europäischen Industriefirmen. Von Projekten der «Design-Build-Bewegung» – Studenten aus Aachen oder München, Linz oder Wien, die ihre Hochschulprojekte in Südafrika oder Indonesien mit den Einwohnern selber bauen – bis zur österreichischen Architektin Anna Heringer, die nach ihren schönen Lehmschulen in Bangladesch i...
Der Architekt als Entwicklungshelfer

Welche Relevanz hat Architektur für die globale Gesellschaft von heute? Diese Frage steht im Zentrum einer Ausstellung und eines Symposiums am Deutschen Architekturmuseum DAM in Frankfurt. «Think Global, Build Social!» spinnt die MOMA-Schau «Small Scale – Big Change» weiter. Sie zeigt viele verschiedene Projekte, Haltungen und Motivationen und lässt nachdenken über die heutige Rolle des Architekten.

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