Das Cover des neuen «werk»

Das «werk» im neuen Kleid

«werk, bauen + wohnen» ist neu. Die Redaktion setzt nun konsequent auf Themenhefte und kleidet ihre Zeitschrift in ein neues, gut aufgeräumtes Design. Eine Blattkritik über schöne Vielfalt und komplizierte Sätze und eine Designkritik über wohlgefällige Typografie und ein schwieriges Titelblatt.

Vor gut anderthalb Jahren wechselte Daniel Kurz als Öffentlichkeitsarbeiter vom Hochbauamt der Stadt Zürich zum Chefredaktor des «werk». Wie vor ihm Nott Caviezel, der als Professor nach Wien gegangen ist, machte auch er sich daran, die Zeitschrift neu zu vermessen. Das Themenheft, eine Werktradition, haben seine Vorgänger aufgeweicht mit der eigenartigen Idee, alle paar Nummern ein kunterbuntes «et-cetera» zu versammeln. Kurz und die Seinen hören damit auf. Sie wählen eine nun immer gleiche Struktur: Einstieg über ein Thema als Schwerpunkt der jeweiligen Nummer, in der Mitte folgt ein Strauss Rubriken von «Nachrichten» über «Wettbewerb», «Bücher» bis zu «Ausstellungen», «Material» und «Bauten». Was einst alles unter «Forum» gepackt war, steht nun prägnant allein. Nicht vermissen müssen wir die traditionsreichen «werk materialien» und froh bin ich, ist meine Lieblingsrubrik «Recht» gestärkt – sie muss jetzt nicht mehr «bauen + rechnen» heissen. Die neue Rubrik «Debatte» braucht noch Pflege. In der Premiere verliert sich der Architekt Piet Eckert in einem gelehrten Referat über doch schon recht reife Einsichten zur Planung in der Agglomeration. Was ist denn nun zu tun, bleibe ich am Schluss der Lektüre ratlos.Das neue «werk» bietet ein reichhaltiges, strenges und ambitiöses Programm für eine Redaktion mit vier Männern, die erst noch Teilzeit arbeiten. Die erste neue Nummer zeigt, welche Kraft Themenhefte erfordern. Unter der schönen Schlagzeile «Stadt auf Augenhöhe» versammelt die Redaktion sieben Beiträge zum Sockelgeschoss in der Stadt. Für die einen greifen Architekten und Professoren zur Fachfeder üben sich im Jargon der Eigentlichkeit. Gewiss, es gibt Leser, die das als Ausdruck grosser Gelehrtheit mögen – ich nicht. Andere Beiträge unterweisen mich, wie Architekten in Norwegen oder Holland exemplarisch mit dem Sockel umgehen. ...
Das «werk» im neuen Kleid

«werk, bauen + wohnen» ist neu. Die Redaktion setzt nun konsequent auf Themenhefte und kleidet ihre Zeitschrift in ein neues, gut aufgeräumtes Design. Eine Blattkritik über schöne Vielfalt und komplizierte Sätze und eine Designkritik über wohlgefällige Typografie und ein schwieriges Titelblatt.

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