Wo ist das nächste Baudenkmal? Die App «Swiss Art To Go» weiss stets Bescheid. Fotos: PD, Reno Sterchi

Das Handy als Baulexikon

Die mobile App «Swiss Art To Go» führt zu 35'000 Baudenkmälern in der Schweiz. Das ist Rekord. Unser Alltagstest zeigt: Trotz ein paar technischen Spielereien navigiert man damit gezielt und stösst auch in abgelegenen Dörfern auf architektonische Perlen.

So viel Architektur auf so engem Raum hat die Schweiz noch nie gesehen. Die App «Swiss Art To Go», die dieser Tage für Smartphone und Tablet erscheint, packt über 35’000 Einträge zu historischen und zeitgenössischen Gebäuden auf unsere mobilen Geräte. Keine Frage: Das ist die «grösste digitale Informationsquelle für Architekturinteressierte», wie die Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK schreibt. Sie hat die App entwickelt und dazu ihre fünf Bände des «Kunstführers durch die Schweiz» digitalisiert, die 4500 Seiten umfassen. Damit ist nun also ein Schwergewicht aus dem Büchergestell im digitalen Alltag angekommen. Und dies zu einem Schnäppchenpreis von zehn Franken. So breites Wissen zur Baukultur gibt es sonst nirgends für so wenig Geld.Das Ziel ist klar: Architektur «wann Sie wollen, wo Sie wollen», so die GSK. Auf dem Handy ist der Führer überall dabei. Und dank der Fülle an Einträgen ist man überall informiert. Ob Stadt, Land oder abgelegenes Bergdorf: Stets stösst man in der App auf Architektur, die einen Besuch lohnt. Das ist beeindruckend. Die App zeigt: Die Schweiz ist ein grosses Baudenkmal. Dabei reichen die Einträge von der Antike bis in die Gegenwart. Auch rund 100 Bauten aus dem 21. Jahrhundert sind dabei. Und das Angebot soll noch aktueller werden. Die GSK will die App in den nächsten Jahren um neue Objekte ergänzt. Das ist Service.«Swiss Art To Go» deckt die ganze Schweiz ab, auch technisch. Damit niemand aussen vor bleibt, läuft sie unter Android, iOS und Windows. Und sie ist dreisprachig aufgebaut. Je nach Region kommen die Inhalte auf Deutsch, Französisch oder Italienisch daher. Nächstes Jahr soll die App dann durchgehend Deutsch sprechen, eine englische Version ist ebenfalls geplant. Jedes Gebäude beschreibt die App knapp in einigen Sätzen, die ohne Umschweife (und Verben) auf den Punkt kommen. Wer dennoch zu faul ...
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Die mobile App «Swiss Art To Go» führt zu 35'000 Baudenkmälern in der Schweiz. Das ist Rekord. Unser Alltagstest zeigt: Trotz ein paar technischen Spielereien navigiert man damit gezielt und stösst auch in abgelegenen Dörfern auf architektonische Perlen.

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