Constructive Alps wieder ausgeschrieben – wer macht es so gut wie das Ortstockhaus von Braunwald, Preisträger des letzten Preises? Fotos: Hannes Henz

Constructive Alps zum Sechsten

Die Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein schreiben zum sechsten Mal den Architekturpreis «Constructive Alps» aus. Gesucht sind Um- und Neubauten aus dem Alpenraum, die für Netto Null stehen.

Zum sechsten Mal schreiben die Schweizerische Eidgenossenschaft und das Fürstentum Liechtenstein Constructive Alps aus – ein mit 50’000 Euro dotierter Architekturwettbewerb, der nachhaltiges Bauen und Sanieren im Alpenraum auszeichnet. Die Jury lädt Architektinnen und Bauherren ein, ihre Bauten aus den Jahren 2017 bis 2021 vorzulegen, die im Gebiet der Alpenkonvention etwas zur Erreichung des Klimaziels «Netto Null» beitragen.

Gesucht sind Sanierungen, Weiter- und Neubauten von Gebäuden für alle Aufgaben der Architektur: Wohnhäuser ebenso wie Häuser für die Öffentlichkeit, von Gemeindebauten bis zu Spitälern und Kulturstätten, von Gemeindekraftwerken bis zu Eisenbahn- und Busstationen, Bauten für die Landwirtschaft ebenso wie Häuser für den Tourismus. Dabei gilt: Sanieren und Aufwerten ist klimavernünftiger als Abreissen. Darum gibt Constructive Alps auch in der sechsten Auflage dem Sanieren ein besonderes Augenmerk.

Die Jury beurteilt die Eingaben nach vier Kriterien hin zum Ziel «Netto Null».

  • Ökologie: Welchen Beitrag leistet das Haus zur ökologischen Vernunft – und zwar in der Konstruktion und im Gebrauch? Hier spielen messbare Kriterien wie die Energiekennzahl ebenso eine Rolle, wie die Einbettung des Hauses in die Umgebung und in Systeme klimavernünftiger Mobilität.
  • Ökonomie: Welchen Beitrag leistet das Projekt, um Kosten und Nutzen in vernünftiger Balance zu halten? Zur ökonomischen Betrachtung gehört auch, wie ein Vorhaben auf regionale Material- und Arbeitskreisläufe abgestimmt ist. 
  • Gesellschaft: Welchen Beitrag leistet ein Projekt, damit es den Menschen an ihren Orten und in der Welt gut geht? Mit welcher Wohnform lässt sich mit geringem Flächenverbrauch die höchste Lebensqualität erzielen?
  • Baukunst: Welchen Beitrag leistet das Haus zur Baukunst?

Der Wettbewerb ist zweistufig. Für die erste Etappe beschreibt das Eingabeformular die nötigen Eingaben. Das Formular muss bis zum 14. Januar 2022 online eingereicht werden. Für die zweite Stufe wird die Jury rund 25 Bauten auswählen, welche sie im Frühjahr 2022 besuchen wird. Die Preisverleihung findet anfangs September 2022 im Rahmen der Klimawoche in Brig statt. Die Preisträger werden mit Wanderausstellungen und Veranstaltungen bei den Menschen vor Ort sowie bei jeder Gelegenheit, wo es um Bauen geht, in und ausserhalb der Alpen bekannt gemacht. Hochparterre wird, wie schon bei den ersten fünf Ausgaben, den Preis mit einem Themenheft dokumentieren.

 

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