Ausgezeichnet mit Constructive Alps 2020 – die Bergkapelle Kendlbruck von Atelier dunkelschwarz. Fotos: Albrecht Schnabel

Constructive Alps – anmelden!

Die Anmeldefrist für Constructive Alps läuft noch bis zum 14. Januar. Gesucht für den hoch dotierten Architekturpreis sind Um- und Neubauten aus dem Alpenbogen.

Zum sechsten Mal schreiben die Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein Constructive Alps aus – ein mit 50’000 Euro dotierter Architekturwettbewerb, der nachhaltiges Bauen im Alpenraum auszeichnet. Die Jury lädt Architektinnen und Bauherren ein, ihre Bauten aus den Jahren 2017 bis 2021 vorzulegen, die im Gebiet der Alpenkonvention etwas zur Erreichung des Klimaziels «Netto Null» beitragen. Die Einschreibefrist läuft noch bis zum 14. Januar. Der Wettbewerb ist zweistufig. Für die erste Etappe beschreibt das Eingabeformular die nötigen Eingaben. Es ist online einzureichen. Für die zweite Stufe wird die Jury rund 25 Bauten auswählen, welche sie im Frühjahr 2022 besuchen wird. 

Gesucht sind Sanierungen, Weiter- und Neubauten von Gebäuden für alle Aufgaben der Architektur: Wohnhäuser ebenso wie Häuser für die Öffentlichkeit, von Gemeindebauten bis zu Spitälern und Kulturstätten, von Gemeindekraftwerken bis zu Eisenbahn- und Busstationen, Bauten für die Landwirtschaft ebenso wie Häuser für den Tourismus. Dabei gilt: Sanieren und Aufwerten ist klimavernünftiger als Abreissen. Darum gibt Constructive Alps auch in der sechsten Auflage dem Sanieren ein besonderes Augenmerk.

Die Jury beurteilt die Eingaben nach vier Kriterien hin zum Ziel «Netto Null».

Baukunst: Welchen Beitrag leistet das Haus zur Baukunst und zur Schönheit?

Ökologie: Welchen Beitrag leistet das Haus zur ökologischen Vernunft – und zwar in der Konstruktion und im Gebrauch? Hier spielen messbare Kriterien wie die Energiekennzahl ebenso eine Rolle, wie die Einbettung des Hauses in die Umgebung und in Systeme klimavernünftiger Mobilität.

Ökonomie: Welchen Beitrag leistet das Projekt, um Kosten und Nutzen in vernünftiger Balance zu halten? Zur ökonomischen Betrachtung gehört auch, wie ein Vorhaben auf regionale Material- und Arbeitskreisläufe abgestimmt ist. 

Gesellschaft: Welchen Beitrag leistet ein Projekt, damit es den Menschen an ihren Orten und in der Welt gut geht? Mit welcher Wohnform lässt sich mit geringem Flächenverbrauch die höchste Lebensqualität erzielen?

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