CAP-Talk #6 mit Axel Schubert

Der ‹Climate Action Plan› (CAP) der Klimastreik-Bewegung fordert ein radikales Umdenken. Was können Architektinnen und Architekten beitragen? Werk, bauen + wohnen und Hochparterre befragen die Baubranche.

Fotos: FHNW

Der ‹Climate Action Plan› (CAP) der Klimastreik-Bewegung fordert ein radikales Umdenken. Was können Architektinnen und Architekten beitragen? Werk, bauen + wohnen und Hochparterre befragen die Baubranche.

Nur harte Massnahmen können die Klimaerwärmung stoppen. Darum fordert der CAP – der Klima-Aktionsplan (s. unten) – ein radikales Umdenken und einen umfassenden Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft, um die Klimaziele bis 2030 zu erreichen. Doch ist ein so einschneidendes Aktionsprogramm möglich? Hochparterre und werk, bauen + wohnen haben diese Diskussion angesichts ihrer Bedeutung gemeinsam geführt. Die Serie ‹CAP talks›, die in beiden Zeitschriften erscheint, fragt nach bei etablierten und jungen Vertreterinnen und Vertretern der Baubranche. In den bisherigen CAP-Talks antworteten Ludovica Molo, Friederike Kluge, Adrian Altenburger, Philippe Jorisch und Astrid Staufer. Hier spricht Roland Züger mit dem Stadtplaner und Mitautor des CAP, Axel Schubert. ###Media_2### Lädt man sich den Climate Action Plan auf seinen Computer, kommen 383 Seiten an. Selbst bei der Zusammenfassung hat man noch stolze 50 Seiten vor sich. Was müssen lesefaule Architekturschaffende unbedingt vom Inhalt wissen? Axel Schubert: Die 50 Seiten sind spannender Stoff für ein, zwei Leseabende. Auf nur elf Seiten gibt es sogar alle Massnahmen zusammengefasst. Man könnte den CAP auch gemeinsam im Büro lesen: die Mitarbeitenden stellen eine Woche lang zum Znüni je 10 Seiten vor. Wem all das zu viel ist, liest nur die erste Seite der Einleitung. Da steht, warum wir bis 2030 auf Netto-Null sein müssen, wenn wir die Limite «plus 1,5° C» nicht reissen und das Paris-Abkommen mit seinen Klimagerechtigkeitsprinzipien nicht komplett in den Wind schlagen wollen. Ab da müssen alle selbst überlegen: Bin ich lieber Teil des Problems oder Teil der Lösung?   Viele Forderungen im CAP sind radikal. Mit dem Nein der Mehrheit der Schweizer Bevölkerung zum viel sanfteren CO2-Gesetz hat die Klimastreik-Bewegung einen Dämpfer erhalten. Welche Schlüsse zieht ihr daraus? Das Scheitern des CO2-Gesetzes ist ja s...

E-Mail angeben und weiterlesen:

Dieser Beitrag ist Teil unseres Abos. Trotzdem möchten wir Ihnen Zugriff gewähren. Geben Sie uns Ihre E-Mail-Adresse und wir geben Ihnen unseren Inhalt – Deal?