BIM heisst vieles, unter anderem: Erst digital, dann real. Das 3D-Computermodell nimmt das gebaute Haus vorweg und dient der Bauherrschaft zur Bewirtschaftung des Baus. Fotos: Flag

BIM: Lobby fürs digitale Bauen formiert sich

Building Information Modeling (BIM) ist in aller Munde. Die neue Planungsmethode will Architekten, Fachplaner, Zulieferer und Bauherren in die dritte Dimension führen. Der Weg geht vom flachen Grundriss ins informierte 3D-Modell an dem alle gemeinsam arbeiten. Das Interesse an einer Tagung von sia und buildingSMART war sehr gross: Gut 500 Fachleute haben «BIM-Einführung in der Schweiz» besucht.

Die Referenten an der vom sia und buildingSMART veranstalteten Tagung «BIM-Einführung in der Schweiz» liessen keine Zweifel offen: An BIM führt auch in der Schweiz bald kein Weg mehr vorbei, so der Tenor. Ein gutes Dutzend Architekten, Ingenieure, Bauherren, Unternehmer und Forscher aus der Schweiz und dem nahen Ausland befeuerten im Hauptgebäude der ETH Zürich zwei Tage lang rund 500 Zuhörer mit Vorträgen im Viertelstundentakt. Die Vorteile von BIM – sehr knapp zusammengefasst – eine besser vernetzte und kostengenauere Planung, wurden aus unterschiedlichen Perspektiven mit Folien, Diagrammen und Erfahrungsberichten beschworen, bis am Schluss alle im Saal an BIM glaubten. Doch die BIM-Promoter sind nur in der Scweiz noch allein auf weiter Flur: EU-Staaten wie Grossbritannien, die Niederlande, Dänemark, Finnland und Norwegen hingegen schreiben BIM bereits heute vor. Tatsächlich findet, wer sich mit der Methode befasst, viele überzeugende Argumente, zumindest auf Papier. Denn bei der Umsetzung steht die Schweizer Bauwirtschaft noch ganz am Anfang, wie die Tagung zeigte. Wer sich also eine Anleitung für die Einführung von BIM im eigenen Büro erhoffte, wurde enttäuscht: Jeder müsse seine eigene Methode finden, so viele Referenten. Unklar blieb auch, über welche Standards und Schnittstellen die Projekte ausgetauscht werden sollen, welche Regeln die interdisziplinäre Zusammenarbeit bestimmen. Das alles sei noch zu verhandeln, sagte etwa Manfred Huber, der die sia-Kommission 2051 BIM präsidiert. Sie verspricht die sia-Richtlinien zu BIM frühestens auf nächstes Jahr – die 18köpfige Kommission muss bis dahin noch ein paar Mal zusammentreffen. Beeindruckt hat die Auftragnehmer vor allem die breite Phalanx der Bauherrenvertreter: Daniel Riekert etwa, Bauherrenvertreter der Roche, setzt bei den drei Milliarden Franken, die der Pharmakonzern in den nächsten Jahren verbaue...
BIM: Lobby fürs digitale Bauen formiert sich

Building Information Modeling (BIM) ist in aller Munde. Die neue Planungsmethode will Architekten, Fachplaner, Zulieferer und Bauherren in die dritte Dimension führen. Der Weg geht vom flachen Grundriss ins informierte 3D-Modell an dem alle gemeinsam arbeiten. Das Interesse an einer Tagung von sia und buildingSMART war sehr gross: Gut 500 Fachleute haben «BIM-Einführung in der Schweiz» besucht.

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