Im Game chattet man mit der Regierung oder der Kunstmanagerin.

Biennale spielen

Wer nicht auf die Architekturbiennale 2021 in Venedig warten mag, kann sich mit einem Game des russischen Pavillons die Zeit vertreiben. Das Rollenspiel ist erstaunlich staatskritisch.

Die Architekturbiennale in Venedig wird erst 2021 stattfinden, so der Plan. Bereits jetzt kann man in die Rolle eines Auftraggebers für einen Länderpavillon schlüpfen mit einem Spiel, das als Teil des russischen Pavillons entstanden ist. Entworfen hat den Chatbot das Kollektiv Lion & Unicorn. In der Webapp chattet man mit dem Ministerium, mit der Kunstmanagerinnen oder mit Vertretern der Behörde. Dazwischen flackern Eilmeldungen auf, die die Handlung voranbringen. Erstaunlich ist, wie staatskritisch und subversiv das Game funktioniert. Der Vorgänger hat das Geld verprasst, das Ministerium legt keinen Wert auf Kunst, der offene Wettbewerb soll laut dem Vorgesetzten bitte schön nicht «mit der Vision interferieren». In künftigen Versionen des Games kann man auch in der Rolle des Architekten oder der Praktikantin agieren. Es ist zu erwarten, dass deren Erfahrungen mindestens so abwegig sind.

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