Sandi Paucic ist der Mann hinter den Schweizer Biennale-Beiträgen.

Biennale Countdown 4: Sandi Paucic

Am 6. Juni eröffnet die Architekturbiennale in Venedig. In einer Folge von zehn Beiträgen stellen wir einige Akteure und ihren Beitrag vor. Sandi Paucic ist bei Pro Helvetia Projektleiter für die nationalen Biennale-Beiträge, also auch für den Schweizer Pavillon in Venedig. Wir stellen ihm drei Fragen dazu.

1. Wie und warum fiel die Wahl auf Hans Ulrich Obrist als Kurator des Schweizer Pavillons?Die Biennale-Jury von Pro Helvetia hat mit Hans Ulrich Obrist den international wohl profiliertesten Schweizer Ausstellungsmacher nominiert. Obrist ist zwar vor allem als Kunstkurator vielen ein Begriff, wer ihn aber näher kennt, der weiss, dass er ein profunder Kenner der zeitgenössischen Architektur ist. Als unermüdlicher Weltreisender ist er mit den Szenen Asiens, Europas und Amerikas bestens vertraut. Er ist aber auch dafür bekannt, dass er das Format der Ausstellung stets aufs Neue hinterfragt. Die am 6. Juni eröffnete Schau im Schweizer Pavillon wird durch eine Sommerakademie und die dramaturgisch aufgeladene Präsentation von Exponaten geprägt sein. Im Mittelpunkt soll die Wissensproduktion und -verbreitung stehen.2. Soll der Schweizer Beitrag auf der Architekturbiennale in Venedig ein Bild der Schweizer Architektur vermitteln?Rem Koolhaas, der Direktor der diesjährigen Biennale, lud alle Länderpavillons dazu ein, ihren eigenen Beitrag zur Reflexion der Moderne zu leisten. Hans Ulrich Obrist reagierte darauf, indem er den Basler Soziologen Lucius Burckhardt (1925-2003) im Schweizer Pavillon würdigt. Burckhardt hat zwar selber nichts gebaut, als Professor an der ETH Zürich aber eine ganze Generation von Schweizer Architekten massgeblich beeinflusst, darunter auch Jacques Herzog und Pierre de Meuron. Die beiden hat Obrist denn auch als Co-Kuratoren für sein Projekt beigezogen. Dem Schweizer Burckhardt setzt Obrist in dialektischer Weise den englischen Architekten Cedric Price (1934-2003) entgegen. Beide Visionäre verbindet die Leidenschaft fürs Zeichnen als kritisches Ausdrucksmittel und eine grundlegende Skepsis gegenüber der zeitgenössischen Architekturproduktion.3. Wird man sich bei Pro Helvetia auch in Zukunft nicht mit einem Konzept als Kurator bewerben können, wie das z.B....
Biennale Countdown 4: Sandi Paucic

Am 6. Juni eröffnet die Architekturbiennale in Venedig. In einer Folge von zehn Beiträgen stellen wir einige Akteure und ihren Beitrag vor. Sandi Paucic ist bei Pro Helvetia Projektleiter für die nationalen Biennale-Beiträge, also auch für den Schweizer Pavillon in Venedig. Wir stellen ihm drei Fragen dazu.

E-Mail angeben und weiterlesen:

Dieser Beitrag ist Teil unseres Abos. Trotzdem möchten wir Ihnen Zugriff gewähren. Geben Sie uns Ihre E-Mail-Adresse und wir geben Ihnen unseren Inhalt – Deal?