Philip Ursprung wird für den Schweizer und den deutschen Pavillon aktiv. Fotos: Peter Rüegg, ETH Zürich

Biennale Countdown 3: Philip Ursprung

Anfang Juni eröffnet die Architekturbiennale in Venedig. Diese Woche erzählt der Kunsthistoriker und Professor Philip Ursprung, warum 50 ETH-Studenten den Sommer in Venedig verbringen.

Anfang Juni eröffnet die Architekturbiennale in Venedig. In einer Folge von zehn Beiträgen stellen wir einige Akteure und ihren Beitrag vor. Diese Woche: der Kunsthistoriker und ETH-Professor Philip Ursprung.Bei welchen Projekten sind Sie an der Biennale beteiligt?Das von mir 2011 an der ETH reaktivierte ‹Lehrcanapé› von Lucius Burckhardt wird im Rahmen der Summer School mit dem Titel ‹Towards an Urban Biennale› vom 7. bis 15. Juni an der Biennale sein. Wir konnten eine Test-Version der Ausstellung ‹Lucius Burckhardt› bereits im Frühling an der ETH zeigen und bei dieser Gelegenheit Studierende zur Mitwirkung in Venedig gewinnen. Ausserdem bin ich als Autor im Katalog des deutschen Beitrags, ‹Bungalow Germania›, sowie als Moderator einer Veranstaltung mit Rem Koolhaas am Eröffnungswochenende im Deutschen Pavillon beteiligt. Wieviel ETH-Studierende sind in den Giardini unterwegs und was tun sie?Vierzig Studierende werden zu unterschiedlichen Zeiten im Pavillon anwesend sein und die Ausstellung dem Publikum vermitteln. 13 ETH-Studierende werden Anfang Juni in der Summer School unter der Leitung der Römer Künstlergruppe Stalker die verlassenen Zonen der Lagune erkunden und Vorschläge für eine Urbane Biennale entwerfen.Lucius Burckhardt ist nicht nur an der Biennale präsent. Auch das S AM in Basel wird eine Ausstellung zeigen. Überrascht Sie die Aufmerksamkeit?Nein, es überrascht mich nicht. Die Zeit der Stararchitektur ist in Europa vorbei. Wir werden uns darauf einstellen müssen, dass nicht nur das, was gebaut ist, zählt. Burckhardt steht, namentlich als Erfinder der ‹Spaziergangswissenschaft› beispielhaft für den Bedarf der jüngeren Generation nach einer kritischen Haltung sowie nach alternative Formen der Forschung und der Lehre, welche Theorie und Praxis verbinden.Philip Ursprung wurde 1963 in Baltimore, USA geboren. Er studierte Kunstgeschichte, All...
Biennale Countdown 3: Philip Ursprung

Anfang Juni eröffnet die Architekturbiennale in Venedig. Diese Woche erzählt der Kunsthistoriker und Professor Philip Ursprung, warum 50 ETH-Studenten den Sommer in Venedig verbringen.

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