Im Forschungs-Réduit: Pascal Werner, Matthias Vollmer, Johannes Rebsamen vom Landscape Visualization & Modeling Lab der ETH

Biennale Countdown 1: Christophe Girot

In einer Folge von zehn Beiträgen stellen wir einige Akteure der diesjährigen Architekturbiennale in Venedig und ihren Beitrag vor. Diese Woche erklärt Christophe Girot, wie er mit einem Team aus Zürich und Mendrisio die Alpen neu wahrnehmbar macht.

Am 7. Juni eröffnet die Architekturbiennale in Venedig. In einer Folge von zehn Beiträgen stellen wir einige Akteure und ihren Beitrag vor. Diese Woche: Christophe Girot. Das Forschungsprojekt Landscape, Myths and Technology ist eine Zusammenarbeit von Christian Sumi, Marianne Burkhalter und Luigi Lorenzetti von der Accademia die architettura Mendrisio sowie Akos Moravanszky und der Professur Christophe Girot an der ETH Zürich.1. Was zeigt ihr an der Biennale in Venedig?Wir zeigen das Gotthard Massiv in unerwarteter Weise. Das Punktwolke-Model der Alpen, das wir in Venedig zeigen, ist ein Teil unserer Forschung. Es wirkt wie eine räumliche Daguerreotypie, die ein langsames Abtasten der bestehenden Berglandschaft beschreibt. Die Berge wirken plötzlich so tief wie ein Ozean aus Millionen von Punkten, die nicht nur die Oberfläche mit erstaunlicher Präzision zeigen, sondern auch die tief im Berg verborgene Infrastruktur. Die Arbeit mit Punktwolken stammt von den ETH-Architekten Pascal Werner, Johannes Rebsamen und Matthias Vollmer. Das Ergebnis ist eine unglaubliche Bilderreihe auf einem 25 Meter langen Fries, ein hochästhetischer Blick auf die Alpen. Das Publikum wird mitten durch den Alpenraum schwimmen. Wie im All.2. Wie bildet das eure Erkenntnisse ab?Wir schaffen damit ein neues Verständnis vom alpinen Gebiet, die ganz in unserer Zeit verankert ist. Das Modell schafft eine detaillierte ‘Durchsicht’ der Tiefe und Räumlichkeiten der Bergkette. Die Kessel erscheinen als physisches Gefäss für jeden Ort, und die Berglandschaft in seiner unheimlichen technischen Komplexität erscheint wie eine surreale Welt. Weil wir durch verschiedene Massstäbe und Orte reisen wird der Zuschauer eine völlig andere Realität des Sankt Gotthard begreifen. Wir sind der Überzeugung, dass wir damit eine zeitegenössische Ästhetik und einen paradigmatischen Wechsel in der allgemeinen Wahrne...
Biennale Countdown 1: Christophe Girot

In einer Folge von zehn Beiträgen stellen wir einige Akteure der diesjährigen Architekturbiennale in Venedig und ihren Beitrag vor. Diese Woche erklärt Christophe Girot, wie er mit einem Team aus Zürich und Mendrisio die Alpen neu wahrnehmbar macht.

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