Hashim Sarkis wurde 1964 in Beirut geboren. (Bild: PD, Bryce Vickmark)

Biennale Countdown 0: Hashim Sarkis

Der Chef-Kurator Hashim Sarkis wechselt gleitend zwischen West und Ost. In Venedig will er nicht nur Antworten auf das «Wie?» oder «Warum?» hören. Sondern auch auf «Was wäre wenn?».

Rekordverdächtige 114 Büros und Ateliers aus 46 Ländern: Die Besucher in Venedig können sich ab Samstag auf etwas gefasst machen, so viel ist jetzt schon klar. Unter dem Motto «How will we live together?» zündet der Chef-Kurator Hashim Sarkis ein kuratorisches Feuerwerk, das die Grenzen der Architektur an allen Ecken und Enden sprengt. Doch was sind überhaupt die Konturen des libanesischen Architekten selbst? Hashim Sarkis studierte und promovierte in Harvard. Danach arbeitete er unter anderem bei Rafael Moneo, 1998 gründete er sein eigenes Büro. In Harvard lehre er zehn Jahre lang an der Aga Khan Professur für Landschaftsarchitektur und Städtebau. Seit 2014 ist er Dekan des Departements für Architektur und Planung am Massachusetts Institute of Technology MIT. Sarkis wechselt gleitend zwischen West und Ost, zwischen den USA und dem Libanon. Er führt in beiden Ländern Büros, in Cambridge und in Beirut. Seine Wurzeln blieben ihm immer wichtig. Er ist Mitgründer des Arab Center for Architecture in Beirut. Und er war Programmdirektor der NGO «Plan B», die sich im Nahen Osten für Stadtentwicklungen engagiert. Neben einigen Wohnbauten in Boston hat Sarkis vorwiegend im Libanon gebaut. Zu seinen bemerkenswertesten Projekten gehört ein Park und Ballonlandeplatz in Beirut aus dem Jahr 2004. 2008 errichtete er eine Wohnsiedlung für Fischer in Tyre, in der die Farben wie bei Luis Barragan schimmern. 2016 wurde seine Stadthalle in Byblos eröffnet: Ein grosser, geschlossener Steinquader, den er mit zwei Schnitten zerlegt und öffnet. Das Bauwerk veranschaulicht eine architektonische Haltung, die Sarkis in einem Interview mit Archdaily beschrieb. Die globalisierte Architektur würde oft als ortlos, homogen und massstabslos abgetan. «Wir müssen uns mit diesen Bedingungen abfinden und sie verbessern, anstatt sie erfolglos hinter gefälschten lokalen Ausdifferenzierungen zu ve...
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Der Chef-Kurator Hashim Sarkis wechselt gleitend zwischen West und Ost. In Venedig will er nicht nur Antworten auf das «Wie?» oder «Warum?» hören. Sondern auch auf «Was wäre wenn?».

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