Preis für die beste Arbeit in der Kategorie Architekturfotografie: Achim Hatzius «Nach Atlantis». Fotos: Achim Hatzius / Alexander Gempeler / Susanne Stauss

Bauten und Menschen

Architekturfotografien sind meist menschenleer. Das hat verschiedene Gründe, beweisen an der EWZ-Selection prämierte Bilder. Hochparterre.ch zeigt drei ausgezeichnete Fotostrecken.

Architekturfotografien sind meist menschenleer. Das hat verschiedene Gründe, zeigen an der EWZ-Selection prämierte Bilder.Was zieht den Blick auf sich? Menschen, lautet die Faustregel, die einer anthropologischen Konstante gleichkommt. Auch im Bild interessieren wir uns für unseresgleichen. Und weil ein Reiz stets einen anderen überlagert, wie die Aufmerksamkeitsforschung zeigt, wissen Architekturfotografen: Menschen im Bild ziehen den Blick vom Gebauten ab. Dasselbe gilt für Spuren ihrer Anwesenheit. Dabei steckt die Auftragsfotografie den Spielraum enger ab als eine freie Arbeit. Doch unabhängig vom Auftrags- und Verwertungszusammenhang konzentriert sich die Architekturfotografie, die mit Recht so heisst, auf Architektur. Nur so grenzt sie sich von verwandten Sparten ab. Wie sie das tun soll, ist allerdings umstritten. Das hat nicht nur mit dem Bild-, sondern ebenso mit dem Architekturverständnis zu tun.Fokus Architektur Wer wie Alexander Gempeler Architektur als Baukunst begreift, will das Gebäude so zeigen, wie es die Architektin, der Architekt konzipiert hat. In ruhig komponierten Tableaus zeigt der Fotograf den Umbau der Hochschule der Künste Bern (HKB). Der Auftrag wurde vom Bauherrn bezahlt und mit dem Architekten Rolf Mühlethaler, einem guten Kunden, konzipiert. Aus der Vielzahl möglicher Aufnahmen hat Gempeler für die Wettbewerbseingabe an der EWZ-Selection siehe Kasten diejenigen Bilder zu einer sechsteiligen Serie gefügt, die seine Handschrift am besten transportieren: «Ich versuche einen Raum stets so zu zeigen, wie er im ersten Eindruck auf mich wirkt.» Gempeler verzichtet auf expressive Schrägen oder Diagonalen, die räumlich keinen Sinn ergeben, und arbeitet stets mit einer Kamerahöhe von 160 Zentimetern, einer Durchschnittshöhe, die auch im Museum gilt. Verlangt die Architektin oder der Bau einen höheren Aufnahmewinkel, steigt Gempeler auch mal auf d...
Bauten und Menschen

Architekturfotografien sind meist menschenleer. Das hat verschiedene Gründe, beweisen an der EWZ-Selection prämierte Bilder. Hochparterre.ch zeigt drei ausgezeichnete Fotostrecken.

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