St.Galler Baumhaus ohne die mächtige Blutbuche

Baumhaus ohne Baum

Das St.Galler Baumhaus hat sein Wahrzeichen verloren: Die alte Blutbuche, die bis über die Dachterrasse reichte, war morsch und musste gefällt werden. Nur ein Strunk, das verbogene Geländer und Spuren an der Fassade zeugen noch vom einst mächtigen Baum.

Am St.Galler Villenhang steht das preisgekrönte «Baumhaus», ein Entwurf des St.Galler Architekten Marcel Ferrier. Preise erhielt es unter anderem, weil es so in den steilen Hang gebaut wurde, dass die Dachterrasse von den Ästen einer mächtigen, alten Blutbuche beschattet wurde. Berühmt wurde das Haus dann aber wegen seiner Höhe: 38 Zentimeter mussten nachträglich weggefräst werden, denn das Haus war trotz verhängtem Baustopp wegen dieser Überhöhe damals fertiggestellt worden. Inzwischen ist die Höhe angepasst.
Doch nun steht das Baumhaus ohne seinen Baum da: Die alte Blutbuche war morsch und faul, wie eine Expertise zeigte. Die Stadt bewilligte das Fällgesuch. Ein arg verbogenes Geländer und Spuren an der Fassade (auf dem Foto links) erinnern noch an die stolze Buche. Nur der Strunk steht noch in der St.Galler Schneelandschaft (rechts). Doch zwei junge Blutbuchen sind schon gepflanzt.

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