Walserhaus neu interpretiert: Mantelmauern aus Beton rahmen den Lärchenholzbau.

Baukunst im Schafspelz

Traditionelle Typologien, natürliche Materialien und Gemeinschaft. Das klingt nach Nostalgie. Doch diese Falle vermeidet ein Wohnhaus in Brig gekonnt.

Wäre dieses Haus ein Mensch, es wäre eine Bäuerin mit festem Weltbild, weitem Ackerland und dickem Pullover. Zehn Tonnen Wolle von Walliser Schwarznasenschafen und weissen Alpenschafen stecken hinter seiner Lärchenfassade. «Wir essen das Fleisch, die Wolle aber werfen wir weg», sagt Leentje Walliser. Die gebürtige Belgierin und ihr Mann Damian leben selbst vegetarisch und führen seit zehn Jahren ein Architekturbüro in Brig. «Die Schafwolle ist viel gereist», sagen sie ausserdem – und schon befinden wir uns mitten in den Zielkonflikten einer regional und natürlich verstandenen Nachhaltigkeit: Zwei Jahre dauerte es, die Wolle von mehr als 8000 Schärungen zu sammeln. Dann reiste sie nach Belgien, wo man das Fett herauswusch. In Süddeutschland wurde sie zu jenen Filzmatten, die nun für zeitgemässe Dämmwerte sorgen. ###Media_2### Beseelte Baufrauen und alpine Baukultur Allein die Schafwolle verursachte sechsstellige Mehrkosten. Das muss sich ein Bauherr leisten können und wollen. I...
Baukunst im Schafspelz

Traditionelle Typologien, natürliche Materialien und Gemeinschaft. Das klingt nach Nostalgie. Doch diese Falle vermeidet ein Wohnhaus in Brig gekonnt.

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