Erfolgreich lobbyierte der SIA im Parlament für «Baukultur» als Teil der neuen Kulturbotschaft. Nun bedrohen bundesrätliche Sparmassnahmen das errungene Fördergeld. Fotos: Lorenz Cugini / SIA

Baukultur im Keim ersticken?

In der Kulturbotschaft 2016-2020 taucht das Politikfeld «Baukultur» erstmals auf. Ein halbes Jahr nach Beschluss möchte der Bundesrat nun den jährlichen Förderungsbeitrag streichen. Der SIA fordert: «Parlamentswillen umsetzen!»


«Es ist mehr als irritierend, dass ein so breit getragener Kompromiss, der lediglich mit bescheidenen Mitteln ausgestattet würde, nun bereits wieder aufgegeben werden soll», schreibt Claudia Schwalfenberg, Verantwortliche Baukultur des SIA. Sie bezieht sich auf den Sparvorschlag des Bundesrates. Nach jahrelanger Vorarbeit verschiedener Vereine und Verbände beschloss das Parlament erst letzten Sommer in der Kulturbotschaft 2016-2020, «Baukultur» als neues Kultur- und Politikfeld aufzunehmen und sprach jährlich 0,5 Millionen Franken zur Förderung zeitgenössischen Bauens. Dass der Bundesrat diese Summe im Sparkatalog des Stabilisierungsprogramms für die Jahre 2017-2019 komplett streichen will, findet der SIA darum «nicht nachvollziehbar» und sieht einen klaren Widerspruch zum «Willen des Parlaments». Er fordert, «das Programm zur zeitgenössischen Baukultur bis 2020 wie geplant durchzuführen und zu finanzieren».

Kommentare

Kommentar schreiben
Ich kann das Bild nicht lesen