Die Bauarbeiter stehen ab 1. Januar 2012 ohne GAV da. Fotos: Salah Eddine Ait Mokhtar via Wikimedia

Baubranche definitiv ohne GAV

Die Baubranche steht 2012 vertragslos da. Unia und Syna konnten sich mit dem Schweizerischen Baumeisterverband SBV nicht auf eine Verlängerung des Landesmatelvertrags einigen.

Während die Gewerkschaften den ersten GAV für Temporärangestellte feiern, steht die Baubranche 2012 vertragslos da. Unia und Syna konnten sich mit dem Schweizerischen Baumeisterverband SBV nicht auf eine Verlängerung des Landesmatelvertrags einigen. Damit verlieren die Bauarbeiter ab 1. Januar 2012 ihren Gesamtarbeitsvertrag. Die Sozialpartner sind schon seit Monaten im Streit um die Erneuerung des GAVs. Der SBV wollte die effektiven Löhne um 1.5 Prozent anheben. Die Gewerkschaften hingegen verlangten eine Erhöhung der Mindestlöhne um mindestens 2.0 Prozent, so der SBV. Die Unia widerspricht: «Entgegen der bisherigen Äusserungen ist der Baumeisterverband nur noch bereit, für einen Zeitraum von drei Jahren die Mindestlöhne um 1,2 Prozent zu erhöhen – im Schnitt sind das 0,4 Prozent jährlich.» Für die Gewerkschaft ist klar: «Offensichtlich will der Baumeisterverband keine akzeptable Lösung.» Der SBV spricht von einem «fatalen» Zustand, «es droht Lohn- und Sozialdumping». Ohne Einigung gilt für das nächste Jahr die einseitige Empfehlung des SBVs an seine Mitglieder, die Lohnsumme um 1.0 Prozent anzuheben.

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