Baubranche bald ohne GAV?

Die Gewerkschaften lehnen die vom Schweizerischen Baumeisterverband (SBV) angebotene Verlängerung des Landesmantelvertrages ab und fordern bessere Arbeitsbedingungen. «Damit droht im Bauhauptgewerbe ab 2012 ein vertragsloser Zustand», so der SBV.

Statt den Gesamtarbeitsvertrag anzunehmen, der die Arbeitsbedingungen von rund 100'000 Bauarbeitern regelt, stellten die Gewerkschaften Unia und Syna klare Forderungen: Sie verlangen mehr Schutz vor Krankheit, Unfall und Kündigung, gerechtere Schlechtwetterregeln und eine generelle Reallohnerhöhung von 1,9 Prozent – bevor die Lohnverhandlungen im Herbst angefangen haben. Der SBV bot den Gewerkschaften eine Verlängerung des Vertrages um sechs Monate an, um die Zeit zu überbrücken, bis ein neuer ausgehandelt ist. «Mit ihrem kompromisslosen Verhalten und insbesondere dem wesensfremden Einbezug der Lohnfrage in die LMV-Verhandlungen provozieren die Gewerkschaften einen vertragslosen Zustand im Bauhauptgewerbe», sagt SBV-Zentralpräsident Werner Messmer. Die Unia hat derweil für den 24. Oktober 2011 eine Demonstration in Bern angekündigt, bei der sie ihren Forderungen Nachdruck verleihen will.

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