Das Kloster St. Gallen Fotos: zVg

Architektur und Werbung

«Wer Architektur und Marke zueinander bringen will, der muss die Kirchengeschichte studieren. Auch der am besten gestaltete Konzern wird nie können, was die katholische Kirche gebaut hat», erklärt Köbi Gantenbein in seinem Referat.

Vortrag von Köbi Gantenbein für eine Tagung der Bruag in Güttingen am Bodensee, 26. Mai 2011.Geschätzte Gäste, Es regnet an diesem Mainachmittag wie schon lange nicht mehr. Ich ziehe meine Dächlikappe tief in die Stirne und marschiere vom Bahnhof St. Gallen zum Turm der Kirche Sankt Laurenzen. Dank meiner Beziehungen zum Mesmer kann ich auf den Turm hinaufsteigen. Ich zünde die Taschenlampe an. Zuerst ist es lange dunkel, eng, geht steil aufwärts und dann habe ich die ganze Pracht vor mir: Den Stiftsbezirk St. Gallen von oben. Katholisch sieht das aus, obschon die Stadt seit 500 Jahren reformiert und die Benediktinerabtei seit 200 Jahren aufgehoben ist. Der Bischof aber wohnt immer noch dort unten. Und ich sitze hier oben auf einem evangelischen Turm und erinnere mich an meine Kindheit: Wie scharf haben sich doch die zwei massgebenden Kulturfirmen in meinem Dörflein mit Architektur und Design voneinander unterschieden! In hellbraungraues Arvenholz ausgekleidet war die Kirche von uns Protestanten. Vor...
Architektur und Werbung

«Wer Architektur und Marke zueinander bringen will, der muss die Kirchengeschichte studieren. Auch der am besten gestaltete Konzern wird nie können, was die katholische Kirche gebaut hat», erklärt Köbi Gantenbein in seinem Referat.

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