Desert Das Hot Springs Motel, 1947 von Architekt John Lautren geplant.

Architektur im Experimentalfilm

Am Zürcher Videoex-Festivals ist der Abend des 30. Mai der Architektur im Experimentalfilm gewidmet. Das Programm zeigt verschiedenste Beziehungen zwischen Kamera und Architektur.

Im Rahmen des Zürcher Videoex-Festivals ist der Abend des 30. Mai der Architektur im Experimentalfilm gewidmet. Das Programm zeigt verschiedenste Beziehungen zwischen Kamera und Architektur, denn gerade die Filmemacher sind seit jeher von Räumen fasziniert. Fünf Kurzfilme werden an diesem Abend im Festivalkino im Kasernenareal im Kreis 4 gezeigt.

– Elie Alexandre Habib ist in Beirut aufgewachsen und war als Jugendlicher Mitglied einer Hip-Hop-Gruppe. Sein Filmporträt widmet er dem Elektrizitätswerk von Beirut, eine Hommage an ein modernistisches Projekt.

– Der Kölner Filmemacher Matthias Müller hat aus Amateurfilmen der 1960er Jahre und seinem eigenen 1998 entstandenen Reisbericht ein Porträt der Modellstadt Brasilia zusammengestellt, einer Stadt die immer mehr zum Museum verkommt.

– Der amerikanisch-schweizerische Künstler F. P. Boué ist ein Kenner und Verehrer von Robert Maillarts Bauten und Brücken und hat sieben  Werke filmisch festgehalten. Er wird seinen Film von einem mobilen Projektor aus zeigen und so die Bauwerke vor den Zuschauern ungewohnt in Szene setzen.

– Die Wiener Künstlerin Lotte Schreiber dokumentiert unvollendet gebliebene Häuser in Griechenland und ihre offenen Betongerippe und bezieht sich dabei auf das «Domino»-System von Le Corbusier.

– Sasha Parker ist Kuratorin in Österreich und in den USA. Sie porträtiert das Desert Hot Springs Motel, das Architekt John Lautren 1947 entwarf. Die Stimme im Film erzählt die Geschichte von Steve Lowe, der das Wüstenmotel im Jahr 2000 gekauft, renoviert und des nach Jahrzehnten wieder als Motel eröffnet hat. Erst allmählich erschliesst sich der Sinn der parallel laufenden Ton- und Bildspur.

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