Der Blick aus dem ‹Trüffelhaus› von Ensamble Studio im Norden Spaniens. Fotos: Roland Halbe

Anthropozänisch schreiben

Kritik der Kritik: Nicht nur die Architekten müssen ihr Tun in der Klimakrise grundlegend überdenken. Auch das Schreiben über Architektur muss sich verändern. Ein prominenter Kollege versucht sich daran.

Philip Ursprung schreibt über Klimaerwärmung und Architektur! Kaum zu glauben, steht doch der ETH-Professor für Kunst- und Architekturgeschichte eher für die Liebe zu ersterer, der Kunst, und weniger zu solch alltäglichen Banalitäten wie dem Bauen oder gar der Frage, wie man dabei Emissionen sparen kann. Umso spannender! Sein Beitrag in der Onlinezeitung Republik beginnt denn auch steil: «Weniger Tesla, mehr Greta!» zitiert er ETH-Kollegen. Die Probleme der Industrialisierung liessen sich nicht durch dieselben Mittel lösen, die sie hervorgebracht haben. Technik sei nicht die Lösung. Und auch nicht vermeintlich grüne Hochhäuser à la Bosco Verticale in Mailand. Doch, so Ursprung, es verändere sich etwas. Wir leben im Anthropozän, im geologischen Zeitalter also, in dem der menschliche Einfluss sogar das Klima prägt. Der Autor folgert daraus nicht, dass wir anders bauen sollten, sondern, dass wir unsere Begriffe neu definieren müssen. Gegensatzpaare wie Natur/Kultur, Stadt/Land, Zentrum/Peripher...
Anthropozänisch schreiben

Kritik der Kritik: Nicht nur die Architekten müssen ihr Tun in der Klimakrise grundlegend überdenken. Auch das Schreiben über Architektur muss sich verändern. Ein prominenter Kollege versucht sich daran.

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