Das Manifesta-Bau- und Planungsteam des Studio Tom Emerson vor dem 1:1 Teilmodell des Pavillons auf dem Dach der Architekturabteilung der ETH Zürich. Fotos: ETH Studio Emerson und Roderick Hönig

Angewandte Architektur

Der «Pavillon of Reflections» soll während der Manifesta 2016 zum Wahrzeichen und Zentrum der Biennale für zeitgenössische Kunst werden. Geplant, konstruiert und gebaut wird die im Zürichsee schwimmende Konstruktion von rund 30 Architekturstudentinnen und -studenten des Studio Tom Emerson.

Es ist das wohl grösste und komplexeste Projekt des Studios von Tom Emerson, seit der Engländer vor fünf Jahren Professor für Architektur und Konstruktion an der ETH Zürich geworden ist. Aber wohl auch das spannendste. Den Kontakt zur Manifesta hat Philip Ursprung hergestellt, der Professur für Kunst- und Architekturgeschichte hat den Manifesta-Kurator Christian Jankowski mit dem englischen Architekten kurzgeschlossen. Dann ging alles ganz schnell und wie am Schnürchen, wie Jankowski an der Pressekonferenz betonte. Das Raumprogramm des Kurators war weder besonders kompliziert noch umfangreich, doch der Bauplatz ist es: Der rund 600 Quadratmeter grosse Pavillon für 300 Besucher wird im Zürcher Seebecken auf der Höhe des Sechseläutenplatzes schwimmen. Jankowski verlangte Platz für einen grossen LED-Screen und Zuschauerränge. Angereichert hat der Kurator das Programm noch um eine Badeanstalt und eine Bar. «Der Pavillon soll auch ein sinnliches Erlebnis sein: Künstler und Gastgeber werden sich hier auf Augenhöhe und in der Badhose treffen», so Jankowski. Der Pavillon soll Raum für Austausch und Reflektion der für die an der Biennale entstandenen Kunstwerke bieten und ist gleichzeitig Treffpunkt der Akteure und Besucher.Die Umsetzung ist eine gestalterische, technische und organisatorische Herausforderung: Am Mittwoch haben die Studenten ihren Entwurf präsentiert, schon im Januar sollen sie in einer Halle die Einzelteile des komplett aus Holz gebauten Pavillon vorfabrizieren und ihn dann im Frühling am und auf dem Zürichsee zusammenbauen. Derzeit klärt ein Teil des Teams letzte Fragen mit Holz- und Wasserbauingenieuren, andere recherchieren, wo sie am günstigsten Bauholz herbekommen. Das Manifesta-Budget ist knapp 600000 Franken gross, die Kosten der Konstruktion betragen aber ein Vielfaches. Denn die unzähligen Planungs- und Realisierungsstunden schenken die Studenti...
Angewandte Architektur

Der «Pavillon of Reflections» soll während der Manifesta 2016 zum Wahrzeichen und Zentrum der Biennale für zeitgenössische Kunst werden. Geplant, konstruiert und gebaut wird die im Zürichsee schwimmende Konstruktion von rund 30 Architekturstudentinnen und -studenten des Studio Tom Emerson.

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