Sieger des Wettbewerbs «Konstruktiv 2010»: Das Gemeindehaus von Raggal in Vorarlberg (Architekt ist Johannes Kaufmann aus Dornbirn). Fotos: Adolf Bereuter

Alpenweiter Architekturpreis

Die Schweiz lobt den zweiten internationalen Architekturpreis für nachhaltiges Sanieren und Bauen in den Alpen aus. «Constructive Alps» sucht Antworten auf die Frage, wie sich ein schönes Leben in den Alpen und ein sorgsamer Umgang mit der Natur vereinen lassen.

Die Schweiz lobt den zweiten internationalen Architekturpreis für nachhaltiges Sanieren und Bauen in den Alpen aus. «Constructive Alps» sucht Antworten auf die Frage, «wie sich ein schönes Leben in den Alpen und ein sorgsamer Umgang mit der Natur vereinen lassen», schreibt das Bundesamt für Raumentwicklung ARE in einer Pressemitteilung. Bauobjekte können bis zum 19. Februar 2013 eingereicht werden. Gesucht sind Neubauten und Sanierungen aus Industrie, Freizeit, Dienstleistungen, private oder kommunale Wohngebäude sowie öffentliche Gebäude prämieren, die zwischen 2008 und 2012 in den Alpen fertiggestellt wurden. Bei der Bewertung spielen ästhetische Aspekte ebenso eine Rolle wie umfassende Kriterien der Nachhaltigkeit: die Anbindung der Gebäude an das öffentliche Verkehrsnetz, die Wahl von ökologischen Baustoffen oder eine energieeffiziente Bauweise. Eine internationale Jury unter Vorsitz des Schweizer Architekturjournalisten Köbi Gantenbein wählt in einem zweistufigen Verfahren die Gebäude aus. Für die Teilnahme an der ersten Runde braucht es nicht viel mehr als zwei Fotos und eine kurze Begründung, warum das Objekt besonders nachhaltig ist. Die 25 ausgewählten Projekte werden ab Ende August in einer Ausstellung im Alpinen Museum gezeigt und «Hochparterre» druckt eine Sonderausgabe zu den Sanierungen und Neubauten. Anschliessend gehen die Projekte in einer Wanderausstellung auf die Reise. Die Schweizerische Eidgenossenschaft stellt für «Constructive Alps» ein Preisgeld in Höhe von 50‘000 Euro zur Verfügung.

«Constructive Alps» ist ein Schweizer Beitrag zur Umsetzung des Klimaaktionsplans der Alpenkonvention. Mit dem Aktionsplan haben sich die Alpenstaaten 2009 verpflichtet, die Alpen Schritt für Schritt zur Modellregion in Sachen Klimaschutz zu machen. «Das nachhaltige Sanieren und Bauen spielt hier eine bedeutende Rolle», schreibt das ARE: «In den Alpen verbrauchen private Haushalte genauso viel Energie wie der gesamte Verkehrssektor. Die Energie – sie wird vor allem mit Heizöl und Erdgas erzeugt – wird grösstenteils für das Heizen und Kühlen der Räume verwendet. Alte, schlecht isolierte Gebäude sind besondere Energieverschwender.» Schlüssel für einen effektiven Klimaschutz sei daher das Sanieren von Gebäuden und der Neubau mit regionalen und ökologischen Baustoffen.

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