«Wir sollten aufhören, falsche
Narrative zu reproduzieren»
Eine Gruppe junger Raumplanerinnen und Raumplaner will soziale Gerechtigkeit in der Planung. Sie haben ihren Unmut in fünf Thesen gepackt und mit Fachkreisen diskutiert. Die Gespräche endeten ernüchternd.
«Was als leicht süffisante, weil utopische Vorstellung begann, hat sich im Laufe eines Jahres in Wut verwandelt.» So beginnt euer Bericht über das Projekt, das ihr als junge Berufsleute zum 50-Jahre-Jubiläum der Schweizerischen Kantonsplanerkonferenz (KPK) beigesteuert habt. Was ist passiert?
Tim Van Puyenbroek hat Urbanistik und Stadtsoziologie studiert und arbeitet im Bereich Gesellschaft–Raum–Prozesse bei Kontextplan. Er ist Mitglied der Baukommission der Gemeinde Risch und des internationalen Arbeitskreises ‹Gender and Spatial Transformation› an der Akademie für Raumentwicklung in der Leibniz-Gemeinschaft.
Lars Kaiser hat Geomatik, Planung, Raumentwicklung und Infrastruktursysteme studiert. Er arbeitet als Raumplaner und Stadtenthusiast bei Urban Equipe, einem Verein, der sich für die Demokratisierung in der Stadtentwicklung einsetzt. Zudem ist er ehrenamtlich in der Zwischennutzung der Zentralwäscherei tätig.
Tobias Sonderegger hat Raumplanung und Städtebau studiert und arbeitet als Raumplaner bei Metron. Er ist Vorstandsmitglied beim Verein Lares, der sich für eine gender- und alltagsgerechte Planung einsetzt.
Antonia Steger hat Germanistik, Soziologie und Kulturanalyse studiert. Sie arbeitet bei Urban Equipe und engagiert sich wohnpolitisch beim Verein Mieten-Marta, der gegen Mietenwahnsinn und Verdrängung kämpft.
Weitere Mitglieder der Projektgruppe: Lena Wolfart, Raumplanerin; Fabian Stöckli, Raumplaner