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«Wir sind an einem Kipppunkt»

Mehr Sesshaftigkeit und weniger Zwangsmobilität propagiert das neue Buch «Dezentralschweiz». Ebenso sinnvolle wie nötige Leitlinien der Raumentwicklung? Der Städtebau-Stammtisch diskutierte.

Text: Rahel Marti
17.12.2021 11:10

Am Anfang des neuen Buchs «Dezentralschweiz», das am 14. Dezember im Rahmen des Städtebau-Stammtischs von Hochparterre Vernissage feierte, stand ein Gefühl, erzählt Joris Van Wezemael: Das Gefühl eines Wendepunkts. In den beiden Corona-Lockdowns war die Theorie des mobil-flexiblen Arbeitens plötzlich Alltag geworden, waren neue Handlungsspielräume aufgetaucht – und damit Möglichkeiten für eine nachhaltige Raumentwicklung. «Die Situation ist vergleichbar mit der Einführung des Automobils», sagt der Geograf, Urbanist und Partner bei Ivo Innenentwicklung. «Wir wollten dem Fiebrigen etwas entgegensetzen», ergänzt Mitautor Paul Schneeberger, «wir wollten einen Damm bauen: Für mehr Flächen- und Energieeffizienz – durch mehr Sesshaftigkeit». Als Historiker und Raumplaner weiss Schneeberger um die Katalysatorwirkung von Krisen.

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