Zu Besuch bei vier jungen Baslerinnen, die mehr wollen als bauen: Lukas Gruntz, Sarah Barth, Jonathan Hermann und Charlotte Truwant. (v.l.n.r.)
Zu Besuch bei vier jungen Baslerinnen, die mehr wollen als bauen: Lukas Gruntz, Sarah Barth, Jonathan Hermann und Charlotte Truwant. (v.l.n.r.)

Social Turn in Basel

Seit ein paar Jahren frischen junge Köpfe die alte Schweizer Architekturhauptstadt auf. Vier Gespräche rund um Demokratie und Kunst, Klimabau und Stadtplanung.

Text: Palle Petersen
Fotos: Derek Li Wan Po
02.05.2022 10:27

Basel sieht sich gerne als Architekturhauptstadt der Schweiz. Das dem Standortmarketing entstammende Prädikat verdankt sich nicht nur Pharmamäzenen und Vitra, die ein Dutzend Bauten von Pritzker-Preisträgern in die Region gebracht haben. Unter den Kantonsbaumeistern Carl Fingerhuth und Fritz Schumacher sind auch das Schweizerische Architekturmuseum (S AM) und Architekturbüros entstanden, deren Werke weit über die Landesgrenzen hinausstrahlen: erst Herzog & de Meuron und Diener & Diener, später Morger & Degelo und Miller & Maranta, dann Christ & Gantenbein und Buchner Bründler. Nun betritt eine nächste Generation das Parkett.

Architekturwoche Basel
Ab dem 9. Mai findet erstmals die Architekturwoche Basel statt. Initiiert von der Stiftung ‹Architektur Dialoge›, soll sie künftig im zweijährigen Turnus wiederholt werden. In ihrem Auftaktjahr widmet sie sich unter dem Titel ‹Reale Räume› der Frage, wie Globalisierung, Digitalisierung, Migration, Klimawandel und Pandemie unseren städtischen Alltag räumlich beeinflussen. Das Programm wendet sich an eine breite Öffentlichkeit; die über 100 Vorträge, Führungen, Workshops, Ausstellungen, Filme, Konzerte und Performances finden in Basel-Stadt, in Basel-Landschaft und im Dreiland (CH, D, F) statt. Als ‹Reale Räume› stehen die drei aktuellen Basler Entwicklungsareale Dreispitz (Münchenstein), Bachgraben (Allschwil) und Klybeck im Fokus. Auf dem Dreispitz wird als Teil der Architekturwoche der erste ‹Basel Pavillon› aus wiederverwendbaren Bauteilen eröffnet: ein temporärer, offener Veranstaltungsort, dessen Architektur neue Formen des klimagerechten Bauens und der Kreislaufwirtschaft demonstriert. Der Entwurf ist aus einem internationalen Wettbewerb hervorgegangen, den das junge spanische Architekturbüro Isla gewonnen hat.

Open House Basel
Am 14. und 15. Mai besteht zudem die Möglichkeit, in und um Basel 100 Gebäude und Aussenräume aus verschiedenen Epochen zu besichtigen. Die Führungen sind kostenlos.

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