Mehr Dächer, weniger Täler
Am 9. Juni wird über den Ausbau der erneuerbaren Energien entschieden. Das Gesetz verschiebt ihn in die Landschaft – doch er gehört vor allem ins Siedlungsgebiet.
Das ‹Bundesgesetz über eine sichere Stromversorgung mit erneuerbaren Energien›, über das am 9. Juni abgestimmt wird, trägt den Kompromiss im Titel: Die einen wollen Sicherheit, die anderen Klimaschutz. Das Gute am Gesetz ist die im grossen Stil mögliche Förderung von klimaschonender Energie. Das Schlechte betrifft die Frage, wo und wie der Ausbau passieren soll – er wird auf die Landschaft abgeschoben. Eine starke Solarpflicht für das Siedlungsgebiet dagegen hat die Politik der Eigeninteressentinnen und Besitzstandswahrer abgewürgt.