Partizipation besser organisieren, um langwierige Verfahren zu vermeiden: Die Niederlande haben Werkzeuge dazu.
Partizipation besser organisieren, um langwierige Verfahren zu vermeiden: Die Niederlande haben Werkzeuge dazu.

Für jedes Vorhaben eine angemessene Partizipation

Bauherrschaften in den Niederlanden beziehen Nachbarschaften aktiv in laufende Planungsverfahren ein. Städte und Gemeinden empfehlen massgeschneiderte Partizipation.

Text: Paul Schneeberger
Fotos: Nicole Vögeli
04.03.2026 07:56

Bauverfahren verzögern sich oft wegen Einsprachen aus der Nachbarschaft. Das ist nicht nur ein Schweizer Problem, sondern kommt auch anderswo vor. Die Niederlande haben den Einbezug der Nachbarschaft im Rahmen der «Omgevingswet», einem breit angelegten Gesetz, das Baubewilligungsverfahren und Quartierplanungen erleichtern soll, neu geregelt.  In diesem Kontext haben Städte und Gemeinden Leitfäden formuliert, für welche Art von Bau- oder Planungsvorhaben welcher proaktive Einbezug der Nachbarschaften angemessen ist. Diese Dokumente leiten nicht nur zum Handeln an, sie bilden auch das Bewusstsein. Dabei unterscheiden sie sich je nach Gemeindetyp bezüglich Differenzierung und Tiefenschärfe. Das Ziel: Wenn es einfach ist, die Nachbarschaft miteinzubeziehen, laufen Planungsverfahren flüssiger und zur höheren Zufriedenheit aller. 

Wer niederländisch versteht, kann die Infos zur «Omgevingswet» und den Hilfestellungen für Planungswillige in Krimpenerwaard und Amsterdam direkt auf den Webseiten ansehen. Paul Schneebergers Artikel «Ein Gehör für Nachbarschaften» über höhere gesetzlichen Hürden, die Beschwerden gegen Bauprojekte in der Schweiz eindämmen sollen, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von Hochparterre.

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