Der Städtebau-Stammtisch im Pavillon des Zellwegerparks.
Der Städtebau-Stammtisch im Pavillon des Zellwegerparks.

«Es liegt auf der Hand, aber nichts geschieht»

Der Städtebau-Stammtisch diskutierte, wie eine Kleinstadt den Klimaschutz in der Planung verankern kann. Wichtig sei die Umsetzung kleiner Massnahmen und die Kommunikation mit der Bevölkerung.

Text: Urs Honegger
Fotos: Ralph Feiner
18.06.2021 14:06

Das Setting passt: Es ist heiss im Pavillon im Zellwegerpark. Draussen schimmert kühl der Teich, grosse Bäume spenden Schatten. Darum ging es am Mittwoch beim Städtebau-Stammtisch: Wie sich eine KIeinstadt auf die aktuelle und zunehmende Sommerhitze aufgrund des Klimawandels einstellen und zum Schutz des Klimas beitragen kann. Im Publikum mit dabei sind auch rund zwanzig Aktivistinnen, die auf ‹Klimaspuren› durch die Schweiz wandern und auf ihrer Etappe von Rapperswil nach Uster erfahren haben, was Hitze in der Agglomeration bedeutet. Bis 2040 erwarte man eine Verdreifachung der Hitzetage, erklärte Marc Zaugg Stern vom Planungsdachverband Zürich und Umgebung (RZU). «Und zwar nicht nur in der Stadt Zürich, sondern auch auf dem Dorfplatz in Langnau am Albis oder in Küsnacht.» Zaugg stellte einleitend die Webplattform ‹Klimaanpassung und Innenentwicklung› vor. Sie will den Verantwortlichen einen niederschwelligen Zugang zu Klimamassnahmen bieten, ihr Engagement fördern und mit gesammelten Beispielen zeigen, dass vieles schon umgesetzt ist. Ist auch Uster mit einem Beispiel in der Projektdatenbank vertreten? «Noch nicht», sagt Nadine Kaspar von der Stadtplanung Uster. Dabei hätten gerade Kleinstädte beste Voraussetzungen beim Klimaschutz vorwärtszumachen, so eine zentrale Feststellung der Veranstaltung.

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