Das Chaos am Luzerner Bahnhof ordnen
2040 erhält Luzern einen Durchgangsbahnhof. Doch das Verkehrschaos rund um den Bahnhofplatz liesse sich bereits heute entlasten, wie eine Testplanung überraschend zeigt.
Mit dem Zug in Luzern anzukommen, ist grossartig – sofort ist man mitten im Geschehen. Ob Pendlerin oder Tourist, alle erkennen sogleich, wo sie sich befinden und spazieren direkt ins Zentrum der Stadt. Doch am Bahnhofplatz erwartet sie keine Terrasse am See. Sondern ein Bushalte-, Buswende- und Buswarteareal. Haltekanten für Verbindungen in alle Kantonswinkel nehmen ihn vollständig in Beschlag. Um den Platz führen zwei oder gar drei Strassenspuren herum, die so verworren in Seebrücke und Pilatusstrasse münden, dass einem von den Markierungen schwindlig wird. Ja, man gelangt zu Fuss in die Stadt – sofern man auf dem Weg dahin nicht überfahren wird. Wer den Bahnhof mit dem Velo ansteuert, benötigt eine Extraportion Mut. Selbst die Zentralstrasse, westliches Scharnier zwischen Bahnhof und Blockrandquartier Hirschmatt, ist eine kantonale Autoachse.
Städtebau-Stammtisch «Bahnhofstadt Luzern», Montag, 15. März 2021
Wie gelingt es, aus der Infrastruktur des Durchgangsbahnhofs städtebaulich Kapital zu schlagen? Was kann die Stadt schon während der 10-jährigen Bauzeit verbessern und danach beibehalten? Wie blicken die Teams, die Stadt und die SBB auf die Testplanung zurück? Wie beurteilen lokale Fachleute aus Stadtentwicklung und Architektur die Ergebnisse? Hochparterre lädt zum Städtebau-Stammtisch.
Es diskutieren je 30 Minuten:
Teil 1, Erkenntnisse der Beteiligten: Michael Güller, Güller Güller Architecture and Urbanism, Andreas Nuetten, Yellow Z Urbanism architecture, Han van de Wetering, Van de Wetering Atelier für Städtebau sowie Rainer Klostermann, Vorsitz Begleitgremium
Teil 2, Reaktion aus regionaler Sicht: Korintha Bärtsch, Kantonsrätin, und Armin Camenzind, Geschäftsführer LuzernPlus
Teil 3, Kommentar zu Städtebau und Architektur: Rachel Gaudenz, Dost Stadtentwicklung und Architektur, Luzern, und Monika Jauch-Stolz, Architektin, MMJS Jauch-Stolz Architekten, Luzern
Ausserdem nehmen teil: Sarah Grossenbacher, Co-Leiterin Stadtplanung Luzern, und Massimo Guglielmetti, Projektleiter Neuer Bahnhof Luzern, SBB.
Moderation: Rahel Marti, Hochparterre
Durchführung: Coronabedingt können wir vor Ort leider kein Publikum empfangen. Wir übertragen die Diskussion via Zoom. Sie erhalten den entsprechenden Link via E-Mail am Tag des Anlasses. Informationen zur Durchführung und Anmeldung: veranstaltungen.hochparterre.ch
Mit freundlicher Unterstützung von EMCH Aufzüge AG.
Angaben zur Testplanung Durchgangsbahnhof Luzern – Entwicklung Bahnhofsraum 2040
Auftraggeberin: Stadt Luzern
Vorsitz Begleitgremium: Rainer Klostermann, Feddersen & Klostermann
Projektleitung: Sarah Grossenbacher, Pascal Stolz, Stadtplanung Stadt Luzern; Roland Koch, Tiefbauamt Stadt Luzern
Begleitung seitens der SBB: Massimo Guglielmetti, SBB Infrastruktur, Gesamtleiter ‹Neuer Bahnhof Luzern›
Organisation und Begleitung: urbanista.ch
Teams:
– Van de Wetering Atelier für Städtebau, Hager Partner, Basler & Hofmann, Hochschule Luzern – Soziale Arbeit
– Yellow Z Urbanism Architecture, SKK Landschaftsarchitekten, Schneiter Verkehrsplanung, Ingenieurbureau Heierli, Christina Schumacher, FHNW
– Güller Güller Architecture Urbanism, ZUS Zones Urbaines Sensibles, Mrs Partner, Barbara Emmenegger Soziologie und Raum, Gruner