Bastelbogendorf
In Andermatt hat ein Fachgremium die Realisierung der neueren Bauten begleitet. Das zeitigt zwar Wirkung, aber es braucht noch mehr, um die Dissonanzen zu beseitigen.
Das Dorf Andermatt hat sich gewandelt. Steigt man aus dem Zug, führt eine breite Rampe in die unterirdische Bahnhofshalle, die sich in Richtung Dorf, Resort und Gondelbahn Gütsch verzweigt. Grosse Plakate verweisen auf die neue Skiarena Andermatt-Sedrun. Man ist gerüstet für den Ansturm im Winter. Die Gotthardstrasse, die durch das ursprüngliche Strassendorf Andermatt führt, wirkt geschäftig. Zahlreiche Bauten sind saniert, die Restaurants und Läden frisch assortiert. Am Siedlungsrand sind neue Wohnbauten entstanden. Nur in der zweiten Reihe und auf dem Kasernenareal spürt man noch die frühere Lethargie. Aber es ist offensichtlich: Andermatt ist nicht mehr bloss das Kasernendorf, bloss Durchgangsort für Töff-, Fahrrad-, Autofanatiker oder abgelegener Ausgangsort für Tiefschneebegeisterte auf ihren Touren zu den Skihängen