«Pionierprojekt neben Gleisen»

Freiwillige haben die Borde entlang einer S-Bahn-Linie ökologisch aufgewertet. Der «Tagi» berichtet. Ausserdem: Modernisierung der St.-Jakobs-Halle, Widerstand gegen Surfpark und Kampf um die SRF-Radiostudios.

Text: Jonathan Jäggi
29.06.2022 10:14

Zusammen mit rund 60 Freiwilligen, Forstbetrieben und Naturschutzvereinen haben Walter Zuber und Werner Schwehr eine 26 Kilometer lange Bahnlinie zwischen Zürich-Altstetten und Knonau so aufgewertet, dass sie für Reptilien als Lebensraum attraktiv wird und als Wanderkorridor dient. Und das, obwohl ihnen die SBB schon ganz früh einen Korb gegeben hatte, schreibt der «Tages-Anzeiger» heute. Zuerst wiesen die Helfer verschiede Reptilienarten an dieser Strecke nach. Danach prüfte das Projektteam, welche Massnahmen nötig wären, um das Bahnbord für Reptilien attraktiver und durchlässiger zu machen. Dabei überlegten sie, wo ein Wurzelstock, wo Astbürdel oder Steinhaufen den Reptilien das Leben und Überleben erleichtern könnten. Gekostet hat das ganze Projekt rund 100’000 Franken. Insgesamt zäunen nun 36 Asthaufen, 17 Steinhaufen und vier Steinkörbe sowie 24 Wurzelstöcke die Ämtlerlinie. «Die Bahnlinie hat eine beispielhafte Aufwertung erfahren», lobt Peter Henauer, Leiter Natur in der SBB-Region Ost, nachträglich. Und er kündigt gleich an, dass das Projekt im Kanton Zug weitergeführt werde.