«Im Hochbaudepartement stehen die Zeichen auf Sturm»

Der Streit um das Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder spitzt sich zu. Weiter in der Presse: millionenschwere Umbaupläne für Enneda, unterschätze Kunst in Winterthur und ein Preis für Bernard Tschumi.

Text: Mirjam Rombach
05.07.2024 08:36

Der Streit um das ISOS erhält in den Medien viel Beachtung: Der Heimatschutz kritisiere die Stadt Zürich hart – sie hätte es versäumt, einen effizienten Umgang mit dem Ortsbildschutz zu finden, schreibt die NZZ. Auch laut Tages-Anzeiger gebe der Heimatschutz der Stadt Zürich die Schuld an der Rekurs-Krise. Die Stadt strebe eine Schwächung des ISOS an, zitiert die Zeitung den Heimatschutz-Präsidenten Martin Killias. Bauanwälte dagegen verteidigen die Stadt Zürich: Anwälte hätten das Bundesinventar als «Allzweckwaffe» entdeckt, um Bauprojekte zu verhindern. «Wie gross die Auswirkungen der Isos-Direktanwendung auf betroffene Bauvorhaben sind und wie viele dadurch verhindert werden, lässt sich noch nicht sagen. Dass die Direktanwendung aber für Verzögerungen sorgt, lässt sich kaum bestreiten. Gemäss dem Amt für Baubewilligungen dauert allein die Abklärung durch den Kanton mehrere Monate. Immerhin in einem Punkt sind sich Stadt und Heimatschutz einig: Der Ortsbildschutz ist wichtig», so die NZZ.