«Heimatschutz der bizarren Sorte»
Der Ortsbildschutz ist mehr Fluch als Segen, meint die NZZ mit Blick auf die ISOS-Debatte. Ausserdem in der Presse: die Kastanien am Neumühlequai, die Siedlung Heiligfeld und Cargo sous Terrain.
«Der Ortsbildschutz ist, wie er heute angewendet wird, mehr Fluch als Segen», schreibt die NZZ. «Dabei könnte er zur Lösung eines grossen Problems beitragen.» Mit Blick auf das Ortsbildinventar Isos erkenne man auf den ersten Blick: «Das ist zu viel. Eine Stadt ist ein lebendiger Organismus. Wenn er sich nicht entwickeln kann, stirbt er. Man muss darum auch loslassen können – bei allem legitimen Interesse am Heimatschutz, der in der Verfassung verankert ist.» Die «entscheidenden Frage» sei: «Wie lässt sich in der Bevölkerung Vertrauen schaffen, dass es gutkommt, wenn es anders wird? Mit welchen Mitteln lassen sich schlechte Bauvorhaben von solchen trennen, die dereinst als Gewinn empfunden werden?» Teil dieser Antwort könne das Ortsbildinventar Isos sein. «Gleichzeitig sollte das Ortsbildinventar für grosse Städte wie Zürich überarbeitet – sprich: verschlankt – werden.» Dann könne das Isos als Instrument das leisten, was man sich von ihm versprach: «dazu beizutragen, dass der rasante Umbau der Städte auf überzeugende Weise gelingt».
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