Eine App will Bauprozesse vereinfachen
Eine App eines Schweizer Startups könnte Baustellen verändern, berichtet die NZZ. Auch in der Presse: Ode an die Deponie, Sterben der Postagenturen, günstige Festhypotheken, neues Coopzentrum und Sparkocher.
Entwickelt hat die App das Zürcher Startup Benetics. «Das Wichtigste ist, dass alle Beteiligten des Projekts auf die Baupläne zugreifen können und wissen, wo sich die anderen befinden und woran sie gerade arbeiten», zitiert die NZZ Ferdinand Metzler, einen der Gründer der Firma. Er rechnet mit einer grundlegenden Transformation der Branche. Es brauche immer weniger Personal für die Koordination.
Die NZZ begleitet einen Bauarbeiter in Winterthur: Bevor der Monteur Tigran Zacheriagis morgens beginnt, konsultiert er sein Smartphone. In einer App sieht er, welche Arbeiten an diesem Tag anstehen. Hat er eine Aufgabe erledigt, macht er ein Foto vom Ergebnis, lädt es hoch und hakt die Aufgabe ab. Es sei leicht, damit zu arbeiten, sagt Zacheriagis, er spare dadurch viel Zeit und es gebe weniger Missverständnisse. Zacheriagis kann auch eine Sprachnachricht auf Griechisch aufnehmen und sie an seinen portugiesischen Kollegen verschicken. Die Sprachnachricht wird in Text umgewandelt und in die Muttersprache des Nutzers übersetzt.
«Wir nutzen Open AI und haben die Künstliche Intelligenz mit bauspezifischen Fachausdrücken trainiert», sagt Aaron Shon, Co-Gründer von Benetics, der für den Technologiebereich zuständig ist. «Gegenwärtig arbeiten wir an unserem eigenen KI-Modell, das die Feinheiten der Bauindustrie noch besser abbildet.» Ein nächster Schritt in der Entwicklung sei, die Handwerker mit der App beim Lösen von Problemen zu unterstützen.
Weitere Meldungen:
– Die Deponie – der tollste Ort der Schweiz: An wenigen Orten sind die Menschen besser gelaunt als in Recyclingparks. Eine Ode an eine Lieblingsentsorgungsstelle im Tages-Anzeiger.
– Das langsame Sterben der Postagenturen: Technische Umstellungen erschweren es Läden, Postdienstleistungen anzubieten – hinzu kommt Druck des gelben Riesen, berichtet die NZZ.
– Experten raten zu Festhypotheken mit kurzen Laufzeiten: Festhypotheken sind günstiger als Saron-Varianten. Sollen Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer umstellen, fragt der Tages-Anzeiger.
– Coop plant Zentrum mit 1500 Jobs für 16500 Lebensmittelbestellungen täglich: Der Detailhändler will von Regensdorf aus die ganze Deutschschweiz beliefern. Migros Online baut dort bereits, weiss der Tages-Anzeiger.
– Schweizer Sparkocher verändert Madagaskar: Statt den Regenwald abzuholzen, nutzen Millionen Menschen Tonöfen mit tiefem Brennholzverbrauch. Ein ausführlicher Bericht in der NZZ.