Der Fall des Zürcher Kinderspitals

«Stararchitektur» sei nicht der Grund für die Schieflage des ‹Kispi›, schreibt die NZZ heute. Ausserdem in der Presse: das Tram nach Allschwil und das Zivilschutz-Ausbildungszentrum in Churwalden.

Text: Urs Honegger
Fotos: Visualisierung
23.04.2024 10:02

«Unter jenen, die mit der Materie vertraut sind, herrscht Konsens: Stararchitektur ist nicht der Grund, weshalb die Kosten für den Neubau des Kinderspitals zum Problem wurden.» So schliesst die NZZ das erste Kapitel des langen Artikels über die finanzielle Schieflage des Kinderspitals Zürich. Es widmet sich detailliert dem Architekturwettbewerb im Jahr 2012, aus dem das Projekt von Herzog & de Meuron als Sieger hervorgegangen ist. «So eindeutig ist das nur selten», erinnert sich Patrick Gmür, der damalige Zürcher Stadtbaumeister, der die Jury präsidierte. «Es war, als ob Real Madrid in der Schweizer Super League angetreten wäre.» Gleichzeitig relativiert die NZZ das Argument, dass die Jury im anonymen Verfahren nicht wusste, von wem das Siegerprojekt stammte: «In der entscheidenden zweiten Phase wird die Anonymisierung aufgehoben – und kein Mitbewerber hat annähernd das Renommee von Herzog & de Meuron.» Im weiteren Verlauf des Artikels bespricht die NZZ, welche Rolle das neue Spitalfinanzierungsgesetz, die steigenden Baukosten und das Betriebsdefizit des Kinderspitals spielen.

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