Bänder, Schneisen, alte Wannen
In Luterbach war einst die grösste Cellulosefabrik der Schweiz in Betrieb. Auf einem Teil des Areals hat der Kanton Solothurn einen rau-schönen Park entlang der Aare gebaut.
Mit einem dreitägigen Fest im Mai übergaben der Kanton Solothurn und die Gemeinden Riedholz und Luterbach den Uferpark Attisholz der Bevölkerung. Rund einen Kilometer lang erstreckt sich der Park am südlichen Aareufer zwischen der Einmündung der Emme und einer alten Kläranlage, die zur Cellulosefabrik Attisholz gehörte, der einst grössten Schweizer Fabrik ihrer Art. Deren imposante Silhouette grüsst von der nördlichen Aareseite herüber, während zwischen den Baumreihen, die den Park gegen Süden abschliessen, der Neubau der Firma Biogen hervorlugt. Auf menschliche Besucherinnen und Besucher warten Uferweg, Veloweg, Promenade und Liegewiese sowie ein grosser Platz am Wasser. Vom renaturierten Ufer mit vorgelagerten Kiesinseln und dichten Strauchpartien profitieren Wasser- und Zugvögel, deren Lebensraum entlang der Aare unter internationalem Schutz steht. Im Spannungsfeld zwischen untergegangener und heutiger Industrie bildet der Uferpark das Rückgrat der Verwandlung, die das Fabrikgelände beidseits des Flusses erfasst hat.
Uferpark Attisholz, 2019
Luterbach SO
Bauherrschaft: Kanton Solothurn, Hochbauamt; Bernhard Mäusli, Guido Keune, Thomas Schwaller (Gesamtprojektleitung)
Baubegleitung: WAM Planer und Ingenieure, Solothurn
Landschaftsarchitektur: Mavo Landschaften, Zürich
Fachbauleitung: Jacques Mennel, Zürich
Umbau Kantine: G & Z Architektur, Solothurn
Wasseringenieure: Staubli Kurath, Zürich, und BSB + Partner Ingenieure und Planer, Biberist
Ökologie: Terre, Muhen, und Kanton Solothurn, Amt für Raumplanung, Natur und Landschaft
Geologie und Umwelt: Wanner, Solothurn
Kosten: Fr. 6 Mio.