Achsen und Eichen

Der Bau der Genfer Bahnlinie CEVA hat auch neu gestaltete ­Lebensräume mit sich gebracht. Ein Streifzug durch die unterschiedlichen Ansätze der Landschaftsarchitektur.

Text: Jonas Frei
Fotos: Matthieu Gafsou
20.09.2021 11:07

Über weite Strecken liegen die Gleise der neuen Bahnverbindung Cornavin – Eaux-Vives – Annemasse (CEVA) unter dem Boden. So hat Genf an der Oberfläche Platz gewonnen für die ‹Voie verte›, die ebenfalls von der neuen Station Eaux-Vives in der Innenstadt durch Aussenquartiere nach Annemasse führt. Zu diesem bereits realisierten Teilstück werden in den nächsten Jahren etliche weitere hinzukommen, sodass die grenzüberschreitende ‹Voie verte› – mal schlicht ein Weg, mal ein bandartiger Park – am Ende 22 Kilometer messen wird.

Voie verte
Teilstück entlang der CEVA (Phasen 31 – 41), 2018
Bauherrschaft:CEVA; Kanton Genf und SBB
Auftragsart: Direktauftrag
Landschaftsarchitektur: MSV Architectes urbanistes, Genf; Gilbert Henchoz Architectes Paysagistes, Vésenaz
Ingenieurarbeiten: Trafitec ingénieursconseils, Onex; CSD Ingénieurs, Lausanne
Lichtkonzept: François Gschwind, Lyon
Länge: 3,5 km
Kosten: Fr. 13,1 Mio.

Öffentlicher Raum am Bahnhof Genève Eaux-Vives, 2020 (1. Etappe)
Bauherrschaft: Stadt Genf mit dem Kanton Genf und SBB Immobilien
Auftragsart:Wettbewerb, 2010
Landschaftsarchitektur: MSV Architectes urbanistes, Genf
Lichtkonzept: François Gschwind, Lyon
Ingenieurarbeiten:­­ Groupement TBS (T-ingénierie et B+S ingénieurs conseils), Genf
Kosten: Fr. 42 Mio.

Öffentlicher Raum am Bahnhof Genève-Champel, 2020
Bauherrschaft: Stadt Genf
Auftragsart:Wettbewerb, 2013
Landschaftsarchitektur: Bureau A, Daniel Zamarbide, Leopold Banchini, Genf (Planung), Bureau, Daniel Zamarbide, Genf (Ausführung)
Beleuchtungskonzept: Concepto, Arcueil (F)
Fläche: 15 000 m²
Kosten: Fr. 16,2 Mio.