Verschwindende Städte

Maaza Mengiste erlebte den Ausbruch der Pandemie in Zürich. Ihre Heimatstadt New York, wo sie besonders wütete, schien nicht mehr zu existieren.

Text: Maaza Mengiste
Fotos: Nina Subin
08.01.2021 16:42

Übersetzung aus dem Englischen: Andreas Jandl

Maaza Mengiste (49) ist eine äthiopisch-amerikanische Romanschriftstellerin, Essayistin und Drehbuchautorin mit Wohnsitz in New York. Sie wurde in Addis Abeba geboren und verliess die Stadt im Alter von vier Jahren, als ihre Familie vor der äthiopischen Revolution floh. Den Rest ihrer Kindheit verbrachte sie in Nigeria, Kenia und den Vereinigten Staaten. Ihre Romane ‹Beneath the Lion’s Gaze› (Norton 2010) und ‹The Shadow King› (Norton 2019) spielen vor dem Hintergrund der turbulenten Abschnitte der äthiopischen Geschichte: der Revolution von 1974 und der Invasion Mussolinis im Jahr 1935. Ihre Werke sind auch auf Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Niederländisch und Schwedisch erhältlich.

Writers in Residence
Die Stiftung zur Erhaltung von preisgünstigen Wohn- und Gewerberäumen der Stadt Zürich (PWG) und das Literaturhaus Zürich laden jeweils für ein halbes Jahr eine Autorin aus dem Ausland ein. Die Writers in Residence können sich in einem anregenden Umfeld ihrer Schreibarbeit widmen. Dabei verfassen sie jeweils auch einen Text, den Hochparterre publiziert. Das Literaturhaus ist für die Auswahl und die Betreuung der Gäste verantwortlich. Der Beitrag der Stiftung PWG besteht aus einer möblierten Wohnung an zentraler Lage. Stadt und Kanton Zürich unterstützen das Projekt.

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