Das Amtsgebäude ist aus Sicherheitsgründen nicht öffentlich zugänglich. Doch ist die Nachbarschaft eingeladen, das Grün um das Haus mitzubenutzen.
Das Amtsgebäude ist aus Sicherheitsgründen nicht öffentlich zugänglich. Doch ist die Nachbarschaft eingeladen, das Grün um das Haus mitzubenutzen.

«Zweckbau und gute Gestaltung sind kein Widerspruch»

Das Amt für Verbraucherschutz im aargauischen Unterentfelden verbindet Funktionalität, Nachhaltigkeit und architektonischen Reichtum. Dafür erhalten Markus Schietsch Architekt:innen den Hasen in Silber.

Text: Deborah Fehlmann
Fotos: Christian Senti
04.12.2025 14:00

Das neue Vorzeigeprojekt des Kantons Aargau duckt sich hinter einer Einfamilienhausreihe in der Aarauer Agglomeration. Nur zwei Geschosse hoch ist das Amt für Verbraucherschutz (AVS). Dafür kann sich der Fussabdruck des roten Holzbaus mit 25 mal 25 Metern locker mit den umliegenden Gewerbe- und Industriebauten messen. Noch steht das Labor- und Bürogebäude, wo Lebensmittelkontrolle, Veterinärdienst und Chemiesicherheit des Kantons zusammenfinden, etwas einsam auf der Wiese in Unterentfelden. Bald soll es Teil eines Campus mit diversen kantonalen Einrichtungen sein.

Amt für Verbraucherschutz Kanton Aargau, 2024
Areal BVZ, Mönchmattweg 6, Unterentfelden AG
Architektur, Generalplanung: Markus Schietsch Architekt:innen, Zürich; Projektteam: Borja Goñi, Patrizia Paul, Diego Vincenz, Markus Schietsch, Christian Sünnen, Sissy Hobiger
Auftraggeber: Kanton Aargau, vertreten durch Immobilien Aargau
Auftragsart: Wettbewerb, 2015
Baumanagement, Bauleitung, BIM-Koordination: Büro für Bauökonomie, Luzern
Statik Holzbau: Pirmin Jung Schweiz, Rain
Statik Massivbau: Dr. Lüchinger & Meyer, Zürich
Landschaftsarchitektur: Lorenz Eugster, Zürich
Farbberatung: Atelier für Farbe und Architektur Katrin Oechslin, Zürich
Kunst am Bau: Vanessa Billy, "Das Unsichtbare Sehen"
Fassadenplanung: Emmer Pfenniger Partner, Münchenstein
Laborplanung: Dr. Heinekamp, Basel
Haustechnikplanung: Aicher, De Martin, Zweng, Luzern
Elektroplanung: Schmidiger + Rosacco, Zürich
Gebäudeautomation: Inlo, Horw
Bauphysik: RSP Bauphysik, Luzern
Baumeisterarbeiten: Max Fischer, Lenzburg
Montagebau in Holz: Husner Holzbau, Frick
Fenster, Aussentüren, Tore: Gerber-Vogt, Allschwil
Baukosten (BKP 2): Fr. 39,36 Mio.
Energiestandard: Minergie-P-Eco

Markus Schietsch
Der Architekt (50) studierte an der BUGH Wuppertal und an der ETH Zürich, wo er 2002 diplomierte. Drei Jahre später gründete er das Büro Markus Schietsch Architekt:innen in Zürich, wo heute ein zwölfköpfiges Team arbeitet. Unter anderem realisierte das Büro den Hochschulcampus Brig (2001) und das Krematorium Thun (2020). Wichtige laufende Projekte sind ein neues Hallenbad in Dübendorf und das Besucher- und Informationszentrum des Deutschen Bundestags in Berlin.

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