Im Schwung

Carlo Clopath hat einen modularen Raumteiler entworfen, der frei durch den Raum mäandriert. Die dynamische, schlanke Konstruktion gewinnt den silbernen Hasen in Design.

Text: Mirjam Rombach
Fotos: Jaromir Kreiliger
04.12.2025 14:00

Auf einem schmalen Fenstersims liegen Steinbrocken, eine metallene Lochscheibe, altertümlich wirkende Sägen und ein grimmig dreinblickender japanischer Glücksbringer. «Hier hat der Blitz eingeschlagen», sagt Carlo Clopath und zeigt auf eine Schieferplatte, in deren Mitte ein versengtes Loch klafft, «ich habe sie auf dem Pizzo Corói gefunden.» Das Sammelsurium auf dem Sims mag zufällig entstanden sein. Dennoch erzählt es viel darüber, was Clopaths Schaffen ausmacht. Der Bündner hat Industriedesign an der ECAL in Lausanne studiert, bewegt sich jedoch konsequent an der Schnittstelle zum Handwerk.

Carlo Clopath
Der Bündner Designer (39) arbeitet mit Industrieproduzenten, Handwerkern und Forschungseinrichtungen in Europa und Japan zusammen. Seine Praxis umfasst Objektdesign, Materialforschung und Architektur, den Schwerpunkt setzt er dabei auf Funktionalität, Klarheit und Nachhaltigkeit. Clopaths Arbeiten werden international in Museen und Messen ausgestellt. Er wurde bereits mehrmals mit dem Swiss Design Award ausgezeichnet. Den diesjährigen erhält er bereits zum zweiten Mal. 

‹Meander›, 2025
Raumteiler
Design: Carlo Clopath, Trin-Mulin
Material: Fichtenholz
Farbe: KT Color, Uster
Modulgrösse: 1400 × 250 × 45 mm 
Preis: Fr. 500.—/Modul

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