Die umlaufenden Betonbalkone prägen das Äussere der Schulanlage Les Vergers in Meyrin. Vier Gebäude erzeugen ein Geflecht von Höfen und Gassen.
Die umlaufenden Betonbalkone prägen das Äussere der Schulanlage Les Vergers in Meyrin. Vier Gebäude erzeugen ein Geflecht von Höfen und Gassen.

Hülle aus Beton, Herz aus Holz

In Meyrin bei Genf bauten Sylla Widmann Architectes eine Schule für ein neues Quartier. Betonbalkone hüllen einen effizienten, ressourcenschonenden Holzbau ein. Ein Hase in Bronze.

Text: Werner Huber
Fotos: Yves André
06.12.2019 08:00

Meyrin, das ist die erste ‹Cité satellite› der Schweiz. Meyrin ist aber auch ein kleines Dorf – oder was davon übrigblieb – an der schnurgeraden, nach Frankreich führenden Route de Meyrin, sechs Kilometer nordwestlich des Zentrums von Genf. Schliesslich ist die Gemeinde Meyrin auch der Standort des Kernforschungszentrums Cern und eines grossen Teils des Flughafens Cointrin. Von 1960 bis 1980 stieg die Einwohnerzahl von gut 3000 auf fast 19 000, heute gibt es über 25 000 Meyrinoises und Meyrinois.

Schulanlage Les Vergers, 2018
Rue des Arpenteurs 7–13, Meyrin GE
Bauherrschaft: Gemeinde Meyrin und Association La Voie Lactée
Architektur: Sylla Widmann Architectes, Genf
Bauleitung: M Architecture, Genf
Bauingenieure: B+S ingénieurs conseils, Genf
Kosten (BKP 1–9): Fr. 54 Mio.

Sylla Widmann Architectes
Die Genferin Kristina Sylla Widmann (45) diplomierte 1999 an der Architekturschule der Universität Montréal. Anschliessend arbeitete sie in verschiedenen Büros und als Assistentin an der EPFL und an der HEAD in Genf. Marc Widmann (50), geboren in Neuenburg, diplomierte an der Architekturschule der Universität Genf. Auch er arbeitete in verschiedenen Büros und als Assistent an der EPFL. 2005 gründete er sein Büro, seit 2007 ist Kristina Sylla Widmann Co-Leiterin. Die heutige Form als AG hat das Büro seit 2019.