Im Vorpark in Bern-Holligen wurde zusammen gefeiert, auf dem Feuer gekocht, gegärtnert, geplant. (Foto: Pipaluk Minder)
Im Vorpark in Bern-Holligen wurde zusammen gefeiert, auf dem Feuer gekocht, gegärtnert, geplant. (Foto: Pipaluk Minder)

Gemeinsam Park machen

Der bronzene Hase geht an die partizipative Zwischennutzung Vorpark im Berner Holligenquartier. Was bleibt nach vier Jahren experimentieren und entwickeln?

Text: Gabriela Neuhaus
10.12.2023 08:00

Alles begann 2012, als die Berner Stimmbevölkerung mit grossem Mehr das Ende der Familiengärten im Nordteil des Holliger Schlossparks besiegelte: Das zentrumsnahe Areal im Besitz der Stadt, sollte einer verdichteten Wohnnutzung zugeführt werden. Als Kompensation für das verlorene Schrebergarten-Grün wurde der Quartierbevölkerung ein 5000 Quadratmeter grosser neuer Stadtteilpark versprochen. Um die Wünsche der Anwohnerschaft an den künftigen öffentlichen Grünraum zu integrieren, gab die Stadt Bern schon früh ein partizipatives Verfahren in Auftrag. Daraus entstand ein Nutzungskonzept, das in den Wettbewerb einfloss, den die Stadt für die Wohnüberbauung und den Park auslobte.

Der Plan des zukünftigen Stadtteilparks Holligen zeigt, wo die Anregungen des Vorparks übernommen wurden:
1 Schwerpunkt ‹Senioren›: Bäume, Wege, Geräte, Spiele
2 Spiellandschaft für Jung und Alt: Wiese, Feuerstelle, Veranstaltungen
3 Schwerpunkt ‹Kinder  Familien›: Grillplatz, Slackline, Schaukeln, Wasserspiel
4 Schwerpunkt ‹Jugendliche›: Sportplatz, Kletterpark, Boulderwand, Lounge

Vorpark Holligen, 2019–2023
Schloss-, Huber- und Mutachstrasse, Bern
Bauherrschaft: Stadt Bern, Stadtgrün
Landschaftsarchitektur: ORT AG, Zürich
Prozessdesign: Soziale Plastik, Bern
Architektur: GWJ, Bern
Quartiervertretung: Quartierbüro Holligen der Vereinigung Berner Gemeinwesenarbeit (VBG), Verein Vorpark, Bern