Geistreich komponiert
Mit einem Ensemble aus einem neuen und einem älteren Haus hat Baseli Candrian auf geringer Fläche reichhaltige Räume geschaffen. Es erhält das Kaninchen, den Senn-Förderpreis für junge Architektur.
Auf der Website des Architekten Baseli Candrian gibt es neben einer Auswahl an Architekturprojekten auch eine Bildersammlung zu sehen. Die fortlaufend ergänzten oder ausgetauschten Aufnahmen dienen dem jungen Architekten als Inspirationsquelle. Den Aussenstehenden geben sie Einblick in seine Arbeitsweise, in Interessen und Bezugspunkte. Klickt man sich durch die Galerie, begegnet man einigen alten Bekannten: Neben Skizzen und Modellen aus dem eigenen Entwurfsprozess treten die alten Griechen auf, dann Palladio, schliesslich Mies, Neutra, Siza, Olgiati senior. Ein klassischer Kanon also, was durch Scans aus Peter Meyers zweibändigem Werk ‹Europäische Kunstgeschichte›, publiziert Ende der 1940er-Jahre, zusätzlich unterstrichen wird.
Mehrfamilienhaus Urdorf
Bahnhofstrasse 31, Urdorf ZH
Bauherrschaft: Franziska Tiefenauer und Martin Spieser
Architektur: Baseli Candrian, Zürich
Auftragsart: Direktauftrag
Baumanagement: Constancio-Bauleitung
Baukosten (BKP 1–9): Fr. 1,85 Mio.
