‹The Reading Lantern› gibt den Kindern eine kleine Superpower in die Hand und bringt das Vorlesen ins digitale Zeitalter, ohne es durch Technologie zu eliminieren.
‹The Reading Lantern› gibt den Kindern eine kleine Superpower in die Hand und bringt das Vorlesen ins digitale Zeitalter, ohne es durch Technologie zu eliminieren.

Dem Licht eine Stimme geben

‹The Reading Lantern› begleitet Kinder mit stimmigem Licht durch die Gutenachtgeschichte. Die Masterarbeit setzt auf digitale Mittel, ganz ohne Bildschirm. Ein Hase in Silber.

Text: Urs Honegger
Fotos: Régis Golay
05.12.2019 08:04

«Noch haben digitale Geräte kein überzeugendes Argument geliefert, warum sie Text besser darstellen können als analoge», erklärt Douglas Stanley. «Bis jetzt haben sie es auf jeden Fall nicht geschafft, eine poetische Leseerfahrung zu generieren», erläutert der Dozent am Master in Media Design der Haute École d’Art et de Design (HEAD) in Genf. Wer seinen Kindern abends im Bett eine Gutenachtgeschichte vorliest, gibt ihm recht: Das analoge Erlebnis ist simpel und packend. Ein Buch reicht. Trotzdem reichert ‹The Reading Lantern› genau diese Situation mit digitaler Technologie an. Diese drängt sich aber nicht in den Vordergrund, kein Smartphone und kein Bildschirm schleichen sich ans Kinderbett. Das prämierte Projekt schafft mithilfe der Technik eine poetische Erfahrung. Genau darin liege seine Qualität, meint Stanley.

Masterarbeit ‹The Reading Lantern›
Konzept und Design: Vincent Belet, Tammara Leites, Jiajun Zheng
Masterkurs: Media Design, Haute École d’Art et de Design (HEAD), Genf
Illustration: Popy Matigot
Dozent: Douglas Stanley, HEAD
Technische Unterstützung: Pierre Rossel, HEAD
Studienleiterin: Alexia Matthieu, HEAD

Vincent Belet, Tammara Leites, Jiajun Zheng und Popy Matigot
An der HEAD in Genf absolvierten Vincent Belet, Tammara Leites und Jiajun Zheng den Master in Media Design. Popy Matigot studierte Visuelle Kommunikation ebenfalls an der HEAD und arbeitet als freischaffende Illustratorin.

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